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Bernhard Pichler: «Die Beifahrer sollen trainieren»

Bernhard und Mario Pichler kostete ein Ausfall beim Finale in Hockenheim IDM-Platz 5. Die Österreicher sind auch 2016 wieder mit ihrer RSR Suzuki in der IDM am Start.

Seitenwagen

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Vater und Sohn Bernhard (59) und Mario Pichler (34) aus Telfs in Tirol fahren seit 2008 zusammen Seitenwagen, nachdem beide in ihrer Jugend mit Solo-Crossmotorrädern in den Rennsport eingestiegen waren. Als sie am Salzburgring einmal gemeinsam einen Seitenwagen-WM-Lauf gesehen hatten, war Mario Pichler begeistert. "Das ist toll Papa, lass uns das doch gemeinsam fahren", spornte er damals Vater Bernhard an, in den Gespannsport einzusteigen.

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"Unser erstes Gespann war eher eine Gurke", erinnert sich Bernhard Pichler an die Anfänge, "dann kam der Rudi Schmied um uns zu helfen, er brachte ein RSR-Gespann und den Motor vom Meistergespann des Harald Hainbucher mit. Das lief dann sehr gut und wir sind zwei Jahre lang ohne irgendeinen Ausfall damit gefahren."

Die immer mal wieder zu hörende Kritik am Wartenberger Schmied und seinen RSR-Gespannen findet Pichler unfair und falsch. "Jeder kann mal Pech haben, ich aber sage, die RSR ist sehr gut zu fahren und der Rudi kümmert sich um alles, er ist sehr gewissenhaft und setzt sich total für unseren Sport ein. Solche Leute braucht man doch."

Was die Pichlers auch brauchten, um bessere Platzierungen in der IDM zu ereichen, wäre mehr Geld. "Wir müssen mit unseren Finanzen haushalten", erklärt 1,90m-Mann Pichler, "unser größtes Problem sind dabei die Reifenkosten. Wir sind im Training und im Qualifying zu langsam mit gebrauchten Puschen. Wer neue aufziehen kann, ist gleich mindestens 1,8 Sekunden schneller pro Runde. Aber die Dinger kosten eine ganze Menge."

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Vor dem Saisonfinale am Hockenheimring hatten Pichler/Pichler noch Rang 5 als Ziel in der Gesamtwertung ausgegeben, aber ein technischer Defekt warf sie auf Rang 7 zurück. Auch in der kommenden Saison wird das österreichische Vater-Sohn-Gespann permanent in der IDM am Start sein, wie immer unterstützt von Dietmar Brückl, einem motorsportbegeistertem Autohaus-Inhaber aus Telfs. "Wenn in der Seitenwagen-WM Kilometergeld bezahlt werden würde, wären wir auch dort dabei", blickt Pichler voraus.

Ein Umstieg auf 600ccm-Motoren käme für den Tiroler aber nicht in Frage: "Mit 119 PS statt knapp 200 PS wie jetzt im Gespann, das ist doch langweilig und vor allem nicht finanzierbar, wenn keine Standardmotoren gefahren werden müssen. Die F1 mit den 1000 ccm soll die Königsklasse bleiben und die Beifahrer sollen gefälligst trainieren, damit sie sich ordentlich festhalten können. Aber solange die Mädels das schaffen, habe ich noch Hoffnung."

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