Teterow-Sieger Norick Blödorn: «Bereue nichts, weil ich nichts getan habe»
Im Speedwayrennen um den Auerhahnpokal hielt Norick Blödorn im Finale in Teterow Emil Sayfutdinov in Schach. Eine Sturzszene mit Mario Häusl sorgte für große Aufreger und emotionale Diskussionen.
Nach einer EU-offenen-Benefizveranstaltung im vergangenen Jahr fand in Teterow wieder das traditionelle Pfingstrennen um den Auerhahnpokal statt. Im Vorfeld hatten Artem Laguta, der keine Freigabe seines polnischen Vereins erhielt, und Martin Smolinski, der nach dem Rennen in Herxheim über Probleme mit der Hüfte klagte, ihre Teilnahme absagen müssen.
Dennoch standen einige namhafte Fahrer im Line-up, nach den ersten beiden Durchgängen lagen Emil Sayfutdinov und Lars Skupien ungeschlagen mit zwei Laufsiegen in Front. Sayfutdinov blieb auch in allen weiteren Vorläufen unbesiegt und führte die Wertung an. Zweitbester war Norick Blödorn, der 13 Punkte holte und damit als einziger Deutscher im Finale stand, nachdem die Halbfinalläufe gestrichen wurden. Als es im Finale um den Auerhahnpokal ging, setzte sich Norick in der gut besuchten Teterower Bergringarena an die Spitze des Feldes, konnte sich sämtlicher Attacken Sayfutdinovs erwehren und kam mit einer Motorradlänge Vorsprung ins Ziel.
Für Gesprächsstoff sorgte eine Situation im Anschluss an einen Sturz zwischen Mario Häusl und Norick Blödorn im neunten Lauf: Häusl hatte in der Startkurve einen Aufsteiger mit Crash und erwischte mit dem Motorrad Blödorn, der ebenfalls in den Airfences landete. Im Anschluss erlebten die Fans einen wutentbrannten Deutschen Meister, was ihm im Anschluss auch Pfiffe einbrachte.
Im Speedwaypodcast Startband erklärte Blödorn: «Es war eine blöde Situation. Die Bahn war deutlich besser als in den letzten Jahren. Aber allein durch den Radius fahren sich da mehr Rillen rein. Mario hat eine dieser Rillen erwischt und mich mit dem Motorrad getroffen. Mit dem ganzen Druck und allem, was von den Vereinen kommt nach den ganzen Stürzen und Verletzungen, wirkt sich das auch auf einen selbst aus. Ein Artem Laguta durfte zum Beispiel hier nicht fahren, und als ich dalag, dachte ich nur, wenn es das jetzt war, kann es das auch mit meinem Vertrag in Thorn gewesen sein. Ich bin dann wutentbrannt hochgerannt, habe mich zu ihm runtergebeugt und bin dann auch einmal mit dem Schuh in den Sand. Manche haben gesagt, ich hätte ihn getreten.»
Wie Blödorn im Gespräch mit René Eberhardt und Michael Czechan klarstellte, sei kein Keil zwischen ihm und Mario Häusl, mit dem er vergangenes Jahr für Deutschland Gold beim Speedway der Nationen 2 gewonnen hat. «Natürlich bin ich in dem Moment sauer, wenn ich runtergefahren werde, Schmerzen habe und mein Motorrad krumm ist. Da geht es mit einem durch, aber das war nichts gegen Mario. Ich bereue nichts, weil ich nichts gemacht habe.»
Ergebnisse Speedway «Auerhahnpokal» Teterow/D:
Norick Blödorn (D), 13 Vorlaufpunkte
Emil Sayfutdinov (RUS), 15
Jacob Thorssell (S), 12
Tim Sörensen (DK), 11
Jonathan Grahn (S), 10
Maksymilian Pawelczak (PL), 9
Lars Skupien (D), 8
Zoltan Lovas (H), 8
Michael West (AUS), 8
Matic Ivacic (SLO), 7
Alex Adamson (AUS), 5
Philip Ekfeldt (DK), 4
Mario Häusl (D), 3
Erik Pudel (D), 2
Thies Schweer (D), 2
Kevin Melato (I), 1
Emil Milberg (DK), 1
Finale: 1. Norick Blödorn, 2. Emil Sayfutdinov, 3. Jacob Thorssell, 4. Tim Sörensen
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