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Lob für Lucy Michel zum Saisonabschluss: In Jerez um die Top-10 gekämpft
Mit einer starken Performance holte sich Carter Thompson (Yamaha) den letzten Sieg der Sportbike-WM 2026. In einem packenden Finale krönte sich Kawasaki-Pilot Xavi Artigas in Jerez zum Weltmeister.
Mit dem Sieg im ersten Lauf drehte Xavi Artigas die Gesamtwertung der Sportbike-WM 2026 und geht mit 13 Punkten Vorsprung auf David Salvador als Leader in das letzte Saisonrennen. Zwischen den beiden Spaniern wird der Titel entschieden, die nebeneinander von den Plätzen 7 und 8 in den zweiten Lauf starten werden.
Denn in der Einsteigerserie der seriennahen Weltmeisterschaft basiert die Startaufstellung für das Sonntagsrennen nicht allein auf der Superpole. Für die ersten neun Positionen wird die schnellste Rennrunde vom Samstag herangezogen, ab dem zehnten Startplatz das Qualifying. Die erste Reihe bestand daher aus Alvaro Fuertes (Kawasaki), Matteo Vannucci (Aprilia) und Antonio Torres (Kawasaki). Nach Stürzen im ersten Lauf nicht mehr dabei waren Jeffrey Buis (Suzuki) und Alessandri Di Persio (Yamaha).
Das um 13:00 Uhr gestartete Rennen ging über elf Runden. Der Himmel war wolkenverhangen, der befürchtete Regen war jedoch nicht in Sicht. Den Start gewann Torres, der vor Fuertes, Risueno und Vannucci als Führender in die erste Kurve einbog. Noch in der ersten Runde stürzten Seabright, Ieraci sowie Schunselaar und Sovicka.
Eine sehr starke Startrunde fuhren die Titelrivalen Salvador und Artigas, die auf den Plätzen 1 und 2 aus der ersten Runde kamen. Salvador hatte nichts zu verlieren und legte ein hohes Tempo vor, aber der Ausreißversuch wurde von Artigas und Carter Thompson (Yamaha) vereitelt.
Die Führung wechselte mehrfach zwischen Artigas, Salvador und Thompson, die Spitzengruppe bestand jedoch aus neun Piloten. Erstmals vorn dabei war Tayo Aksu mit der einzigen Honda.
Die um den Titel kämpfenden Spanier belauerten und behinderten sich gegenseitig. Als sich die Gelegenheit bot, nutzte Thompson die Situation und setzte sich an der Spitze ab. Nach sechs Runden führte der Australier um 1,3 sec vor Torres, Fuertes, Salvador und Artigas. Weil das Tempo nicht sonderlich hoch war, kämpften mittlerweile 15 Fahrer um Podestplätze.
Nach Thompson auf Platz 1 setzte sich in der zweiten Rennhälfte Torres auf der zweiten Position vom Rest des Feldes ab. Um den letzten Podiumsplatz wurde mit harten Bandagen gekämpft. Der WM-Titel war für Salvador nur noch rechnerisch möglich. In die letzte Runde gingen Salvador und Artigas auf den Positionen 5 und 9.
Während Thompson seinen zweiten Saisonsieg feierte, Torres als Zweiter die Ziellinie kreuzte und sich Pepe Osuna in der Verfolgergruppe durchsetzte. Brachte Salvador sein Motorrad auf Platz 4 ins Ziel – Artigas reichte der achte Platz, um sich die Sportbike-Krone zu sichern.
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