Supersport-WM • Neu
Exklusiv: Der zweite Fahrer im neuen QJ-Werksteam von Ten Kate steht fest
Das letzte Superpole-Race der Superbike-WM 2026 wurde von Ducati-Star Nicolò Bulega gewonnen. Nach seinem Pech im ersten Lauf gelang Yamaha-Pilot Xavi Vierge ein versöhnliches Finish.
Im ersten Superbike-Lauf am Samstag schraubte Nicolò Bulega den Siegrekord in einer Saison auf 30 in die Höhe und der Weltmeister hat eine besondere Motivation, auch die letzten beiden Rennen auf dem Circuito de Jerez zu gewinnen – denn dann hätte er insgesamt 52 Superbike-Siege eingefahren und zöge mit Legende Troy Bayliss gleich.
Natürlich sorgte die Einführung des Superpole-Race dafür, dass Bulega diese stattliche Anzahl in viel kürzerer Zeit als die Generation des Australiers erreichen kann. Der beim Saisonfinale der Superbike-WM 2026 um 11:10 Uhr gestartete Sprint fand unter einem bewölkten Himmel und bei kühlen 20 Grad Celsius statt – der vorhergesagte Regen war glücklicherweise noch nicht eingetroffen.
Dass die Piloten nicht auf den Reifenverschleiß achten müssen und jede Runde ans Limit gehen, macht den Reiz dieses Formats aus. Die Bezeichnung des Sprintrennens kommt daher, weil das Ergebnis in die Startaufstellung für den zweiten Lauf einfließt. Die Top-9 erhalten bis zu zwölf WM-Punkte und nehmen die ersten neun Startplätze ein, die weiteren Positionen entsprechen der Superpole vom Samstag.
Die Startaufstellung für den Sprint entsprach wiederum der Superpole. Aus der ersten Reihe gingen Bulega, Ducati-Privatier Sam Lowes und Iker Lecuona ins Rennen. Ducati dominierte mit acht Motorrädern in den Top-10. Bester Fahrer eines anderen Fabrikats war Bimota-Pilot Alex Lowes auf der achten Position.
Bulega bog vor Sam Lowes und Lecuona als Führender in die erste Kurve ein. Mit einem Blitzstart katapultierte sich Alex Lowes auf Platz 4. Viele Plätze machte auch Garrett Gerloff (Kawasaki) als Elfter gut.
Lecuona schnappte sich noch in der ersten Runde Sam Lowes, denn an der Spitze hatte sich Bulega bereits um einige Meter abgesetzt. Hinter den Top-3 folgten Yari Montella (Ducati), Alex Lowes, Tommy Bridewell (Ducati) und Álvaro Bautista (Ducati). Xavi Vierge (Yamaha) war Elfter vor Gerloff und Miguel Oliveira (BMW).
Mit schnellsten Rennrunden setzte sich Bulega aber auch von Lecuona ab und lag nach vier Runden um 1,3 sec vorn. Sam Lowes (3.) hatte 2 sec Rückstand. Um Platz 9 kämpften Alberto Surra (Ducati), Axel Bassani (Bimota), Vierge, Oliveira und Gerloff. Auf Platz 15 war Jake Dixon bester Honda-Pilot.
Stark in Szene setzte sich Bautista, der Bridewell überholt hatte und als Sechster Jagd auf Alex Lowes (5.) machte. Bei noch drei Runden war der Spanier nur noch 0,4 sec vom Engländer entfernt.
An der Spitze verwaltete Bulega den Abstand zu seinem Aruba.it-Teamkollegen und brauste kontrolliert als Sieger ins Ziel. Als Dritter büßte Sam Lowes gewaltige 4,7 sec ein. An der Reihenfolge von Montella, Alex Lowes, Bautista und Baldassarri auf den Plätzen 4 bis 7 änderte sich nichts mehr.
Unterhaltsam ging es dahinter zu. In der vorletzten Runde büßte Bridewell zwei Positionen ein, als Surra und Vierge den Engländer überrumpelten und sich die Plätze 8 und 9 sicherten.
Miguel Oliveira verpasste als Elfter den Sprung unter die besten Neun nur um 0,4 sec. Weitere Positionen: Gerloff auf 13 und Dixon auf 15.
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