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Lob für Lucy Michel zum Saisonabschluss: In Jerez um die Top-10 gekämpft
Mit einem starken Saisonendspurt übernahm Xavi Artigas erst im vorletzten Rennen der Sportbike-WM 2026 die WM‑Führung. Platz 8 im zweiten Jerez-Rennen reichte dem MTM-Kawasaki-Piloten zum Titelgewinn.
Die Sportbike-WM 2026 ist beendet und es war eine großartige Debütsaison der neuen Einsteigerserie im Rahmen der Superbike-WM. Die Markenvielfalt war hoch und fünf von sieben Herstellern konnten Rennen gewinnen – Aprilia, Kawasaki, Suzuki, Triumph und Yamaha.
In der Fahrerwertung bestimmten Kawasaki-Piloten das Geschehen. Mit Antonio Torres und David Salvador gab es bis zum Saisonfinale nur zwei WM‑Führende. Während Torres nach und nach zurückfiel, kam Xavi Artigas immer stärker auf. Lag Salvador nach Most bereits 37 Punkte Vorsprung vor seinem Landsmann, schob sich die Spitze ab Magny-Cours immer näher zusammen und in Jerez waren die beiden Spanier von nur zwölf Punkten getrennt – der Ausgang war völlig offen, wie sich im ersten Lauf bestätigen sollte.
Denn während Artigas am Samstag seinen vierten Saisonsieg einfuhr, stürzte Salvador nach einem Kontakt mit Yamaha-Pilot Carter Thompson und ging leer aus. Mit 13 Punkten Vorsprung war nun der für das Kawasaki-Team MTM startende Artigas der Favorit auf den Titelgewinn. Im turbulenten zweiten Lauf belauerten sich die beiden Titelkandidaten ab der ersten Kurve. Während Salvador als Vierter die Ziellinie kreuzte, reichte dem Katalanen ein achter Platz zum Gewinn der Debütsaison der Sportbike-WM.
«Ich bin überglücklich! Der Titel war unser Saisonziel und wir haben es tatsächlich geschafft», jubelte Artigas. «Es war ein sehr hartes Rennen. In der Aufwärmrunde und in Runde 2 berührten wir uns. Ich muss mich bei meinem Team bedanken, das die gesamte Saison fantastisch gearbeitet hat. Jetzt bin ich Weltmeister und freue mich sehr.»
Die Rivalität mit Salvador begleitet Artigas schon lange. Schon 2018 trafen die beiden 23‑Jährigen im European Talent Cup aufeinander – Artigas gewann die Nachwuchsserie, Salvador wurde Dritter. In den folgenden Jahren bestritt der Sportbike-Weltmeister die Moto3 und etablierte sich als solider Punktelieferant.
Eine gescheiterte Saison in der Moto2 2024 brachte das Aus im GP-Paddock und Artigas richtete seine Karriere neu aus. Als Vize der italienischen Supersport-Serie (mit Kawasaki) wurde MTM-Boss Ludo van der Leken auf den Spanier aufmerksam. Der Gewinn der Sportbike-WM 2026 ist der vorläufige Höhepunkt seiner Karriere.
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