Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Nordschleifen-Legende Andreas Schall im Alter von 87 Jahren gestorben

Die Motorsportszene an der Nordschleife trauert um eine wahre Legende. Andreas Schall ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Erst 2019 verabschiedete er sich aus dem Cockpit.

Werbung

Werbung

In tiefer Anteilnahme verneigt sich die NLS-Familie vor einer ihrer prägendsten Ikonen: Andreas Schall, am 14. Januar 1939 geboren, ist am 22. April 2026 im Alter von 87 Jahren verstorben. Über fünf Jahrzehnte hinweg war sein Name untrennbar mit der Nordschleife verbunden, auf der er insgesamt 350 Rennen bestritt und dabei rund 6.000 Runden absolvierte.

Werbung

Werbung

Seine Motorsport-Karriere nahm 1967 bei der Rallye Ulm ihren Anfang, gefolgt von ersten Einsätzen auf der Nordschleife ab 1969. Als ausgewiesener Langstreckenspezialist stellte er bereits früh seinen Sportsgeist unter Beweis, etwa 1973, als er bei einem 36-Stunden-Rennen auf einem Mercedes 280 E beeindruckende 34 Stunden zusammen mit nur einem zweiten Fahrer bestritt. Anfang der 80er Jahre folgte der entscheidende Wendepunkt in seiner Laufbahn: Andreas Schall stieg in die heutige NLS ein – eine Bühne, die er für die folgenden Jahrzehnte wie kaum ein anderer prägen sollte. 1988 wurde er Vizemeister in dem Nordschleifen-Championat. Besonders die sportliche Symbiose mit seinem Sohn Ralf, mit dem er ab 1990 gemeinsam an den Start ging, machte die Familie Schall zu einer Institution im Fahrerlager. Mit insgesamt 98 Klassensiegen belegt Andreas Schall den vierten Platz in der ewigen Statistik der Rennserie – eine Bilanz, von der er allein 80 Erfolge gemeinsam mit seinem Sohn feierte. Daneben holte er fünf Gesamtsiege. Dass die Leidenschaft für den Nürburgring in der Familie Schall fest verankert bleibt, zeigt sich heute in der nächsten Generation: Seine Enkelin Janina ist mittlerweile selbst in der NLS aktiv, während sein Enkel Matteo im Kartsport unterwegs ist.

VLN-Geschäftsführer Mike Jäger findet anerkennende Worte für den Verstorbenen: «Andreas Schall war ein Mensch der leisen Töne, dessen Sachlichkeit und Ruhe ihn im Fahrerlager zu einer allseits geschätzten Persönlichkeit machten. Er war ein Urgestein unserer Serie, dessen unaufgeregte Art fehlen wird. Unser tiefstes Mitgefühl gilt seinem Sohn Ralf, den Enkelkindern und der gesamten Familie.»

Seinen emotionalen Abschied vom aktiven Cockpit feierte er im Jahr 2019, als er vor dem 44. DMV Münsterlandpokal in seinem schwarzen Ford Escort RS 2000 eine letzte Ehrenrunde drehte, ehe er den Helm offiziell an den Nagel hängte. Begleitet wurde er dabei von seinem Sohn im Opel Astra V8 Coupé, während Sportwarte und Fans ihm am Rand der Nordschleife zujubelten. Trotz seiner großen Erfolge blieb er stets ein bescheidener Mensch, der kein Freund großer Worte war. Er genoss die Zeit am Ring zuletzt gerne als Zuschauer und schätzte dabei die einfache Rennwurst an der Strecke.

Werbung

Werbung

Andreas Schall wird am Donnerstag, 30. April um 11.00 Uhr auf dem Friedhof in seiner Heimat Dornstadt bestattet. Im Anschluss an die Beerdigung findet eine Abschiedsfeier statt um sein Leben und seine Erfolge gemeinsam zu würdigen. Zu diesem Abschied lädt die Familie Freunde und Weggefährten herzlich dazu ein, Andreas die letzte Ehre zu erweisen und gemeinsam im Sinne eines großen Sportsmannes Abschied zu nehmen. Nun ist er zu seiner letzten Runde aufgebrochen, doch sein Name wird in der Geschichte der NLS für immer einen Ehrenplatz behalten.

Schon gesehen?

Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach

    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz

    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.