Hartes Urteil von David Coulthard über Aston Martin: «Ein PR-Eigentor»
Adrian Newey schwingt bei Aston Martin nicht nur das Zepter bei der Auto-Entwicklung. Er hat auch die Teamchef-Rolle übernommen. David Coulthard findet klare Worte zur Doppelrolle des Star-Designers.
Adrian Neweys Qualitäten als Rennfahrzeug-Designer sind unbestritten und lassen sich auch mit den vielen Weltmeister-Fahrzeugen belegen, die unter seiner Führung entstanden sind. Der Aerodynamik-Experte hat schon für mehrere Rennställe gearbeitet und schlug im vergangenen Jahr mit dem Aston Martin Team ein neues Kapitel auf – und zwar nicht nur als Technikchef. Newey wurde nicht nur für die Entwicklung des Autos an Bord geholt, der 67-Jährige ist auch Anteilseigner und somit Partner des Rennstalls von Lawrence Stroll geworden.
Seit Jahresbeginn ist Newey zudem der Teamchef der Mannschaft aus Silverstone – und das sorgt für einige hochgezogene Augenbrauen im Formel-1-Fahrerlager. Der frühere GP-Star David Coulthard findet im «Up to Speed»-Podcast klare Worte für die Zusatzrolle, die der Ingenieur übernommen hat. Der 55-jährige Schotte, der bereits bei Williams und McLaren mit Newey zusammenarbeitete und diesen dann überzeugte, zu Red Bull Racing zu wechseln, erklärt mit Blick auf Newey: «Er ist technisch versiert. Er ist ein Rennfahrer und einer, der technische Probleme löst.»
Allerdings sei es eine ganz andere Aufgabe und Herausforderung, sich als Teamchef mit den Medien und der Politik in der Formel 1 auseinandersetzen zu müssen. Zur Teamchef-Rolle von Newey sagt der frühere GP-Star, der immer noch regelmässig im Fahrerlager unterwegs ist und das Geschehen in der Königsklasse als Experte kommentiert: «Ich habe das nie als langfristiges Unterfangen angesehen, deshalb frage ich mich, was über dem Statement von Lawrence Stroll hinaus passiert, in dem er bekräftigt hat, dass Adrian ein Team-Partner ist. Adrian hält Anteile am Rennstall und sie beide verfolgen weiter den ursprünglichen Plan, der das Team wieder an die Spitze bringen soll.»
Newey als Teamchef der Aston Martin-Mannschaft sei ursprünglich als kurzfristige Lösung gedacht gewesen, ist sich der 13-fache GP-Sieger sicher. «Und das hat sich in Wahrheit als PR-Eigentor herausgestellt, weil die meisten sich gefragt haben, ob das funktionieren kann. Und jetzt ist es irgendwie so, wie wir schon immer gedacht haben, dass es niemals funktionieren wird.»
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