Fabio Di Giannantonio (VR46) über seine Zukunft: «Ich will nicht pokern!»
VR46-Ducati-Ass Fabio Di Giannantonio sprach nach dem Klassiker von Jerez über seine Lage und über die Hektik im Fahrermarkt, die in der MotoGP-WM immer früher einsetzt.
Die offizielle Pressekonferenz der Top-3 in Jerez de la Frontera nach dem MotoGP-Hauptrennen am Sonntag brachte auch ein paar humorige Szenen, die aber eigentlich zu einem recht ernsten und wichtigen Thema kamen. Fakt ist: Sieger Alex Marquez und der drittplatzierte Fabio Di Giannantonio sind im Moment sehr heiße Aktien auf dem Fahrermarkt und wurden daher wieder einmal auf ihre Zukunft angesprochen. Während Marquez mit dem Red-Bull-KTM-Werksteam in Verbindung gebracht wird, könnte Di Giannantonio in der Saison 2027 den Platz von Marquez bei Gresini übernehmen – für ihn wäre es eine Rückkehr.
Der Italiener holte tief Luft und setzte dann an: «Ich will ehrlich sein, ich will nicht pokern! Ich habe das schon am Donnerstag gesagt, als ich zu meiner Zukunft befragt wurde. Ich bin dankbar für den Moment im Hier und Jetzt. Wir werden über meine Zukunft in Ruhe reflektieren. Das Interesse bedeutet natürlich, dass man einen guten Job macht. Wir kennen unsere Prioritäten, haben gemeinsam mit meinem Umfeld mit jenen Leuten gesprochen, die interessiert sind. Im Moment ist es aber wie 2023. Aber klar: Das Interesse macht mich zufrieden.»
Fabio Di Giannantonio: «Wir sollten uns mehr auf die Gegenwart fokussieren»
Und dann äußerte sich der gebürtige Römer zum allzu früh einsetzenden Transfer-Poker im Fahrerlager: «Klar, wir brauchen News für die Leute – aber wir sind erst im vierten Rennen der Saison! Ich werde bis zum Ende der Saison diese Farben tragen. Und ich kann sagen, es ist das beste Team, das ich je hatte. Wir sollten uns mehr auf die Gegenwart fokussieren. Jeder Fahrer zeigt da draussen großartige Dinge, tolle Manöver!»
«Diggia» brachte auch ein Beispiel, was es bedeuten würde, in seiner Situation Dinge auszuplaudern oder thematisch weiter anzustoßen. «Denkt mal nach, wenn ich hier jetzt was sage. Ich gehe dann hier von euch weg und rüber in die Box zum Team, um mit den Jungs eine Party zu machen. Stellt euch mal vor, wie das wäre.» Auch Jerez-Sieger Alex Marquez wurde zu seinem möglichen Übertritt zu KTM befragt – er nahm es mit Humor: «Diggia hat ja nicht viel gesagt – es ist jedenfalls noch Zeit. Der Glücklichste ist hier Bez, er bekommt diese Fragen nicht. Wir werden sehen, wie die Zukunft aussieht.»
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