Alex Lowes (Bimota): «Vielleicht sind wir in Misano näher dran»
Alex Lowes hat beim Superbike-Meeting in Aragón mit vierten Plätzen das Maximum erreicht. Der Bimota-Pilot ist zuversichtlich, die starken Ducatis auf anderen Rennstrecke herausfordern zu können.
Für einen Rennfahrer muss es frustrierend sein, trotz fehlerfreier Leistung und mit dem Gefühl, das volle Potenzial seines Motorrades genutzt zu haben, dennoch keine Chance auf Podestplätze zu haben. So muss sich Alex Lowes an diesem Wochenende in Aragón gefühlt haben. Denn der Bimota-Pilot war beim sechsten Saisonmeeting der Superbike-WM 2026 mit seiner KB998 in jedem Rennen der beste Nicht-Ducati-Pilot.
Der Engländer erreichte in den langen Rennen hinter seinem Zwillingsbruder Sam vierte Plätze, im Superpole-Race war zudem Rookie Alberto Surra vom Ducati-Team Motocorsa vor ihm platziert und Lowes wurde Fünfter. Dass nicht mehr drin war, belegen auch die Plätze 8, 6 und 5 seines Teamkollegen Axel Bassani.
«Am Freitag hatte ich Probleme, da war Axel etwas schneller als – er fuhr ohnehin ein starkes Wochenende», betonte Lowes in kleiner Journalistenrunde. «Ich überlegte, wie ich Fortschritte machen kann, und ich denke, wir haben am Samstag und auch am Sonntag gute Arbeit geleistet. Unsere Verbesserungen waren aber nicht genug, um mit Sam mitfahren zu können – tatsächlich war er deutlich schneller. Vierte Plätze waren daher die realistischen Ergebnisse, und das habe ich in den langen Rennen erreicht. Damit bin ich zwar glücklich, gleichzeitig benötigen wir weitere Fortschritte, damit wir zumindest mit Sam kämpfen können.»
Für Bimota ist es erst die zweite Saison und die KB998 ist längst noch nicht ausgereizt. Lowes weiß: Auch fahrerisch kann er noch etwas herausholen. «Für die letzte Kurve muss ich an mir arbeiten, denn die fährt Axel wesentlich besser als ich und auch sein Motorrad liegt dort besser. Ansonsten ist es in diesem Jahr sehr hart, gegen die Ducati anzukämpfen», grübelte der 35-Jährige. «Aber unsere Ambitionen sind ungebrochen. Alle im Team geben alles, es gibt kein böses Wort und wir arbeiten positiv an diesem Projekt. Die Ergebnisse bestätigen unsere Anstrengungen, und deshalb bin ich sehr stolz auf das Team und auch Axel macht einen fantastischen Job – wir pushen uns gegenseitig, und das bringt das Projekt nach vorn.»
Lowes ist zuversichtlich, dass Bimota auf anderen Rennstrecken das Potenzial für die Top-3 hat. «Aragón nicht die beste Rennstrecke für uns, dafür verlieren wir im letzten Sektor einfach zu viel Zeit», verwies der Bimota-Pilot auf die lange Gegengerade von fast einem Kilometer. «Aber in den anderen Bereichen waren wir stark, vielleicht sind wir demnächst in Misano viel näher an den Ducatis dran, oder in Donington. Wir müssen jedes Rennwochenende zuversichtlich angehen und versuchen, sie zu schlagen. Beim Misano-Test fühlte ich mich konkurrenzfähig und vor einem Jahr fuhr ich dort auf das Podium. Also lasst es uns versuchen.»
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