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Alex Lowes (Bimota): «Vielleicht sind wir in Misano näher dran»
Ducati-Werksfahrer Nicolo Bulega hat in Spanien sein 22. Rennen (!) in Folge in der Superbike-WM gewonnen. Nach den Triumphen im MotorLand Aragon verriet er SPEEDWEEK.com sein Erfolgsrezept.
Nach 22 aufeinanderfolgenden Siegen sind kaum noch Superlative verfügbar, die für Dominator Nicolo Bulega in dieser Saison nicht verwendet wurden. Im Sprint am Sonntagvormittag sahen wir das beste Superbike-Rennen des Jahres – weil Bulega bei der Reifenwahl einen Sonderweg beschritt und sich als einziger der Spitzenfahrer für den harten Hinterreifen entschied.
Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com erzählte er, weshalb er diese Taktik wählte: «Die ersten Runden waren wegen des harten Reifens etwas schwierig für mich, weil die anderen schneller ans Gas gehen konnten. Ich wusste, dass ich nur ruhig und in der Gruppe bleiben muss und nicht zu viel Zeit verlieren darf, weil ich in den letzten Runden viel schneller sein würde. Ich versuchte den harten SC0 im Warm-up und war sehr flott, deshalb wählte ich diese Strategie. Zum weichen SCX-Hinterreifen sagte mir Pirelli, dass er die letzten drei oder vier Runden nachlassen würde. Mein Plan war: Die ersten Runden schnell fahren und dann einen Vorteil haben.»
«Ich habe es genossen», meinte der Seriensieger, der dieses Jahr bislang keinen Widersacher auf Augenhöhe hat. «Ich habe gewonnen, das setzte der Sache die Krone auf. Genossen habe ich es aber, weil ich viel überholt habe. Das Rennen war wie letztes Jahr gegen Toprak, das hat mir gefallen. In einem Rennen wie in diesem Sprint spürst du das Adrenalin, wenn du jemanden überholst. Du hast die Motorräder und Fahrer alle um dich herum, das putscht dich auf. Aber wenn du mit Vorsprung siegst, ist das auch schön. Weil es bedeutet, dass du das perfekte Gefühl für dein Bike hast und so viel Druck ausüben kannst, wie du willst. Beides ist nett.»
Besonders beeindruckend: Bulega gelang in der letzten Sprintrunde (!) die Rekordzeit 1:47,709 min. «Ich wollte alle Karten auf den Tisch legen und in den ersten drei Sektoren eine kleine Lücke zu Iker Lecuona auffahren», schilderte der Italiener. «Das war eine sehr gute Runde. 1:47,7 min mit einem zehn Runden alten, harten Hinterreifen – bei so heißen Asphalttemperaturen. Letztes Jahr stand ich mit 1:47,3 min auf Pole-Position – ich bin sehr glücklich über meine Leistung!»
Das zweite Hauptrennen gewann Bulega eine Dreiviertelsekunde vor Lecuona, der Dritte Sam Lowes (Marc VDS Ducati) verlor bereits 6,5 sec.
Ich habe dieses Wochenende direkt nach dem Rennen vergessen.nicolo bulega
22 Siege in Folge – Rekord! 6 Dreifachsiege in einer Saison – Rekord! Bulega hat maximale 372 Punkte auf dem Konto und 108 Vorsprung auf den Zweiten, Aruba-Teamkollege Iker Lecuona. Was lässt sich in einer perfekten Saison besser machen, fragte SPEEDWEEK.com beim
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