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Iker Lecuona (Ducati) brachte Bulega in Bedrängnis: Was zum Sieg fehlte
Nach zwei mageren Superbike-Meetings überzeugte Sam Lowes in Aragón mit drei Podestplätzen. Im Sprintrennen forderte der Ducati-Privatier sogar die Werkspiloten Nicolò Bulega und Iker Lecuona heraus.
Mit drei dritten Plätzen im MotorLand Aragón egalisierte Sam Lowes sein bisher bestes Rennwochenende in der Superbike-WM – bereits in Assen hatte der 35-Jährige drei Podestplätze eingefahren. Danach in Ungarn schaffte es der Routinier aber nicht in die Top-5 und in Tschechien nicht einmal in die Top-10.
Aragón war eine gute Strecke, um sich aus der Krise zu fahren. Denn auf der 5077 Meter langen Piste im Hinterland Spaniens gelang Lowes bereits in der Supersport-WM 2011 und 2012 ein zweiter Platz und ein Sieg, hinzukommen drei Siege und vier Podestplätze in der Moto2. Die Strecke liegt ihm.
Besonders beeindruckte der Ducati-Privatier im Superpole-Race am Sonntagvormittag, in dem er zeitweise führte und mit nur 1,2 sec Rückstand auf Sieger Nicolò Bulega über die Ziellinie preschte.
«Es war ein gutes Wochenende mit guten Punkten für die Meisterschaft», freute sich der Engländer über den zurückgewonnenen dritten WM-Rang. «Es ist schwer zu sagen, wo die Unterschiede zu den Jungs vom Werksteam sind. Im Superpole-Race fiel mir auf, dass sie einfach etwas mehr Drive haben. Sie konnten mich relativ einfach aus dem Windschatten überholen, was für mich unmöglich war. Die Daten bestätigen meinen Eindruck. Das macht vielleicht nur 0,1 sec aus, aber das summiert sich über die Distanz auf. Auf der Bremse ist es mehr eine Sache des jeweiligen Fahrstils.»
Eine gefährliche Situation hatte Lowes, als er im Sprint den zu der Zeit führenden Iker Lecuona (Ducati) überholte und ihn dabei touchierte. Um einer Strafe zu entkommen, gab der Routinier die Position sofort wieder her.
«Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, welchen Reifen er verwendete. Er war in der Kurvenmitte recht langsam. Später erzählte er mir, dass er den Reifen schonen wollte», erklärte Lowes. «Auf jeden Fall fuhr er eine etwas weite Linie. Ich überlegte kurz und stach in die Lücke hinein, auch wenn es recht knapp war. Wir berührten uns, aber es war weniger gefährlich, als es aussah. Einerseits war es von ihm klug, die Reifen nicht zu sehr zu beanspruchen, aber wenn er zu Beginn das Maximum herausgeholt hätte, hätte er sich vielleicht absetzen können – zumal Nicolo etwas feststeckte.»
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