Alex Lowes (Bimota) zum Ausfall im Sprint: «Der Motor ging einfach aus»
Als italienischer Hersteller war das Superbike-Wochenende in Misano für Bimota extrem wichtig. Alex Lowes war mit seiner Performance am Sonntag zufrieden, auch wenn nicht alles perfekt lief.
Als Dritter der Superpole und mit den Plätzen 5 und 4 in den langen Rennen hatte Alex Lowes in Misano ein gutes Superbike-Wochenende. Bitter war jedoch der Ausfall im Superpole-Race mit einem technischen Problem – und das beim Bimota-Heimrennen!
Lowes hatte sich in dem Sprintrennen über nur zehn Runden für den besonders weichen Qualifyer-Reifen entschieden und war zuversichtlich, ein weiteres starkes Ergebnis einfahren zu können. «An sich ein solider Tag, nur der Vormittag war natürlich bitter. Ich fühlte mich gut auf dem Bike – mit dem SCQ war die Balance besser. Am Ende ging einfach der Motor aus und das war es für mich», erzählte der 35-Jährige im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.
Ohne Finish fiel Lowes in der Startaufstellung für den zweiten auf die zehnte Position zurück. Mit einem Blitzstart katapultierte sich der Bimota-Pilot direkt in die Spitzengruppe und kam als Vierter aus der ersten Runde. «Mein Start war gut, allerdings habe ich freiwillig eine Position hergegeben, als Loka an Montella vorbeiging. Für mich war der Kontakt okay, aber wahrscheinlich hätte man mir eine Strafe aufgebrummt. Dabei habe ich leider viel Zeit verloren, was schade war», erklärte der Familienvater. «Bei der Hitze bekam ich später auf der Bremse Schwierigkeiten. Wir hatten etwas verändert und das Bike verhielt sich anders als zuvor. Schon bei Rennmitte bekam ich Track-Limit-Warnings und musste etwas konservativer fahren. Bei diesen heißen Bedingungen wurde es am Ende ein für uns ausgezeichnetes Ergebnis. Leider war Axel im Kampf um einen Podestplatz gestürzt, aber wir operierten hier am Limit.»
Unter der Flagge von Bimota war Misano für Lowes und sein spanisches Team ein Heimrennen. «Das merkten wir, es war viel los! Aber ich empfand es als schön, viele Leute vom Werk mit ihren Familien hier zu haben und den Support zu spüren», lobte der Engländer die Unterstützung. «Umso bedauerlicher, dass wir es nicht auf das Podium geschafft haben. Etwas frustrierend ist das schon, aber wir hatten ein solides Wochenende und hatten Spaß.»
Im zweiten Jahr mit der KB998 hatte sich Bimota bessere Ergebnisse vorgenommen, doch Ducati ist mit der neuen V4R in diesem Jahr allen Herstellern meilenweit voraus. «Bei den letzten Meetings haben wir konstant performt, was den Abstand zur Spitze betrifft. Wir sind immer so zwölf bis 19 Sekunden zurück, je nachdem wie das Wochenende verläuft oder ob Fehler passieren. Wir müssen zur Stelle sein, wenn sich eine Chance ergibt», erkärte Lowes. «Im Grunde war es hier wie in Aragón. Als Team können wir momentan nicht machen, als das Maximum aus unserem Paket herauszuholen, und ich denke, das haben wir geschafft.»
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