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Misano, Lauf 2: Dritte Lehrstunde von Nicolò Bulega (26) und Ducati

Die Dominanz von Nicolò Bulega in der Superbike-WM 2026 setzte sich in Misano fort. Mit dem WM-Leader, Iker Lecuona und Yari Montella war das Podium zum dritten Mal fest in der Hand von Ducati.

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Abweichend vom Master-Zeitplan fand der zweite Superbike-Lauf in Misano bereits um 14:00 Uhr statt. Bei Rennstart war der Himmel über der Rennstrecke nahezu wolkenlos und mit 33 Grad Celsius hatte die Temperatur ihren heißen Höhepunkt erreicht. 21 Runden mussten die Piloten durchhalten. 76.170 Zuschauer verfolgten das schweißtreibende siebte Saisonmeeting vor Ort.

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Die Startaufstellung hatte sich durch das Superpole-Race nicht entscheidend geändert. Auf der Pole-Position und dem zweiten Startplatz standen zum dritten Mal an diesem Wochenende die Ducati-Werkspiloten Nicolò Bulega und Iker Lecuona. Yari Montella rückte um eine Position nach vorn auf Startplatz 3.

Nach der von Ducati in Beschlag genommenen ersten Reihe war Reihe 2 mit Axel Bassani (Bimota), Lorenzo Baldassarri (Ducati) und Miguel Oliveira (BMW) bunter besetzt. Bester Yamaha-Pilot war Andrea Locatelli auf der achten Position, für Honda war Somkiat Chantra auf Startplatz 19 das Aushängeschild.

Lecuona bog vor Bulega und Bassani in Führung liegend in die erste Kurve ein. Mit einem Blitzstart katapultierte sich Locatelli auf Platz 4. In Kurve 8 kamen sich Álvaro Bautista (Ducati) und Stefano Manzi (Yamaha) in die Quere – während der Spanier stürzte und ausschied, hetzte der Italiener dem Feld als Letzter hinterher.

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Noch in Runde 1 eroberte Bulega die Führung, dahinter Lecuona sowie die Bimota-Piloten Bassani und Lowes sowie Montella und Locatelli. Für Bahattin Sofuoglu (Yamaha) war das Rennen nach einem Sturz gelaufen.

In Runde 3 sprengte Montella das Bimota-Duo und verbesserte sich vorbei an Lowes auf Platz 4. Dasselbe Schicksal erlitt dahinter Locatelli, der Alberto Surra ziehen lassen musste.

Während Bulega an der Spitze stoisch die schnellsten Rundenzeiten fuhr, passierte dahinter einiges: Baldassarri hatte offenbar ein technisches Problem und fiel an das Ende des Feldes zurück. Kawasaki-Pilot Garrett Gerloff geriet neben die Piste und reihte sich als 16. wieder ein. Dixon-Ersatz Ryan Vickers stürzte, setzte das Rennen aber mit Rückstand fort.

Nach sieben von 21 Runden hatte Lecuona in 1:32,735 min die schnellste Rennrunde gefahren und 3,2 sec Vorsprung auf Lecuona, der mehrere kleine Fehler gemacht hatte. Bassani (3.) verteidigte sich gegen den drängelnden Montella. Nach dem anstrengenden Superpole-Race steuerte Oliveira die Boxengasse an. Bester BMW-Pilot war nun Michael van der Mark auf der zehnten Position.

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Der Abstand zwischen Bulega und Lecuona änderte sich bis zur Rennhalbzeit nur geringfügig. Erstaunlich: Baldassarri auf Platz 17 fuhr die Rundenzeiten der Werkspiloten – aber der Italiener hat 11 sec Rückstand auf Gerloff (16.). Überraschend hält sich Chantra (13.) in einer Gruppe, die bis van der Mark auf Platz 10 reicht.

In der zweiten Rennhälfte gab sich Bulega keine Blöße und fuhr weiter die besten Runden. Sechs Runden vor dem Ende lag der WM-Dominator 4,7 sec vor Lecuona und 11 sec vor Bassani und Montella, die weiter um den letzten Podiumsplatz kämpften. Um Platz 10 wetteiferten van der Mark, Xavi Vierge (Yamaha), Sam Lowes (Ducati), Chantra, Gerloff und Tommy Bridewell (Ducati).

Bitter: In Runde 17 lag die Bimota von Bassani plötzlich im Kies. Der Italiener verlor in Kurve 8 die Kontrolle über das Vorderrad und stürzte. Montella nahm das Geschenk dankend an.

In den restlichen Runden tat sich in den Top-4 nichts Entscheidendes. Bulega holte zum siebten Mal in diesem Jahr einen Hattrick vor Lecuona und Montella – dasselbe Podium in allen drei Rennen.

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Als Vierter sorgte Alex Lowes für Bimota für ein versöhnliches Ergebnis. Tarran Mackenzie (Ducati) komplettierte die Top-5.

22 Sekunden hinter dem Sieger kreuzte Andrea Locatelli mit seinem Yamaha-Markenkollegen Remy Gardner als Siebter die Ziellinie. BMW-Edelersatz Michael van der Mark wurde Neunter. Punkte gab es auch für Garrett Garrett (12./Kawasaki) und Somkiat Chantra (13./Honda).

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