Kimi Antonelli/Mercedes bügelt Russell, dann out: «Sie hat mich verlassen»
Lewis Hamilton mit Tränen der Freude nach dem tollen Barcelona-GP, WM-Leader Kimi Antonelli mit Tränen der Enttäuschung – erster Ausfall 2026. Der Italiener über sein Auto: «Sie hat mich verlassen.»
Für GP-Sieger Ralf Schumacher steht nach einem erneut eisenharten Duell der beiden Mercedes-Fahrer fest: «Okay, George Russell ist heute Zweiter geworden und Kimi Antonelli ist ausgefallen, aber Fakt für mich ist – dieses Rennen hier ist eine ganz bittere Pille für den Briten.»
Der GP-Experte von Sky begründet das so: «George Russell ging von Pole ins Rennen und glaubte fest daran, dass er mit einem Sieg hier die WM-Wende gegen Antonelli schaffen kann. Aber passiert ist dann genau das Gegenteil. Nicht nur, dass Hamilton vor beide Mercedes gerückt ist, dank kluger Strategie und viel Speed, George musste sich auch von Antonelli niederfahren lassen.»
Doch dann stellte der 19-jährige Italiener seinen Mercedes zur Seite – Motor erloschen wie eine Kerze im Wind.
Schumacher sagt: «Für mich hat Kimi heute ganz klar gezeigt, wer in Sachen Speed die Nummer 1 bei Mercedes ist. Und Russell muss sich aus meiner Sicht bei Mercedes jetzt unterordnen.»
Antonelli war einer der Ersten, die Lewis Hamilton zum Sieg gratulierten. Dann verkroch er sich eine Weile in die Mercedes-Box zu seinem Renningenieur Pete Bonington.
Der Teenager aus Bologna erklärt zu seinem Rennen, zum Moment, nachdem er George Russell hinter sich gelassen hatte: «Was soll ich sagen? Das Auto hat mich verlassen, sie hat aufgegeben. (Kimi spricht, wie es Italiener machen, vom Rennauto in weiblicher Form. M.B.) Aber so geht das nun mal im Rennsport.»
«Ganz ehrlich – im Moment dominiert der Schmerz. Klar ist dieser Ausfall überaus ärgerlich, aber ich finde Trost darin, dass ich ein starkes Rennen zeigen konnte, mein Speed war sehr gut, vor allem auf den harten Reifen. Das nehme ich als Positives nach Hause.»
Zum Duell mit Russell meint Kimi: «Ich habe versucht, Dampf zu machen. Im ersten Teil des Rennens lief es nicht so gut, die Vorderräder neigten zum Blockieren. Ich habe zudem in Kurve 10 ein wenig übertrieben und erhielt daher eine letzte Warnung wegen Verletzung der Pistengrenzen.»
«Ich habe zu viel riskiert, obschon ich von meinem Renningenieur Bono ein paar Mal ermahnt worden war. Es war heute nicht einfach, in der verwirbelten Luft des Vordermannes zu fahren, denn die Reifen haben dadurch noch mehr gelitten.»
«Als ich George endlich hinter mir hatte, wurde das Auto richtiggehend lebendig, es lag auf einmal viel besser. Aber ich konnte das nicht nutzen, weil sie mich im Stich liess.»
«Gegen Lewis Hamilton hätte das heute nicht gereicht, aber Zweiter wäre ich wohl geworden. Ich bin traurig, aber gleichzeitig bin ich auch glücklich für Lewis, dass er seinen ersten Sieg mit Ferrari erreicht hat.»
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