Axel Bassani über Yari Montella: Er weiß, wer normal Dritter geworden wäre
Axel Bassani warf im zweiten Hauptrennen der Superbike-WM in Misano einen Podestplatz ins Kiesbett. Yari Montella (Ducati) erbte Platz 3. Weshalb der Bimota-Pilot dennoch stolz und zufrieden ist.
Axel Bassani belegte in Lauf 1 des Superbike-Meetings in Misano Platz 4. Von Startplatz 7 zeigte der Bimota-Pilot am Samstag eine solide Leistung. Auch im Superpole-Race wurde der Italiener Vierter, wodurch er in der Startaufstellung für das zweite Hauptrennen am Sonntagnachmittag auf Position 4 vorrückte.
Im Rennen über 21 Runden erwischte Bassani einen guten Start. Er überholte Yari Montella noch vor der ersten Kurve. Danach konnte sich Bassani 17 Runden lang erfolgreich gegen den Barni-Ducati-Piloten behaupten – bis er in Kurve 8 die Kontrolle über sein Vorderrad verlor und ins Kiesbett stürzte. Das Rennen war somit vorbei, Montella erbte Platz 3, Bimota-Teamkollege Alex Lowes wurde Vierter.
«Das ist Teil des Spiels. Wir müssen aber sehr happy sein über unsere Arbeit. Das gesamte Wochenende waren wir in den Top-4. Am Vormittag hatten wir ein sehr gutes Rennen und am Nachmittag haben wir etwas Besonderes erreicht. In den Top-3 zu sein, inmitten der Ducati, ist sehr schwer zu schaffen. Wir waren dabei», hob Bassani das Positive hervor. «Ich bin dann in der achten Kurve gestürzt, weil ich versuchte, konstant zu sein und den Abstand zu Yari aufrechtzuerhalten. Dann ist mir das Vorderrad weggerutscht. Ich hatte das gesamte Rennen Schwierigkeiten mit dem Vorderreifen. In Kurve 8 habe ich in der letzten Bremsphase etwas zu viel gepusht. Das kann passieren. Wir müssen dennoch stolz und zufrieden sein.»
Einen Podestplatz in den Kies zu werfen ist immer hart, aber dies bei einem Heimrennen zu tun, muss sehr bitter sein. «Ich denke, dass es in Indonesien gleich gewesen wäre», winkte Bassani ab. «Einen Podestplatz zu verlieren, ist immer schwer zu akzeptieren. Vor allem, wenn es am Ende eines Rennens passiert. Man muss dann versuchen, das Positive zu sehen.»
Anstatt Bassani durfte Montella vom Podium herunterlächeln. «Montella hat es verdient, denn er hat auch die letzten beiden Rennen auf Platz 3 beendet. Innen drin weiß er aber, dass ich schneller war als er. Das ist genug für mich», lachte Bassani. Montella würdigte nach dem Rennen die Leistung seines Rivalen. Es tat ihm auch leid für ihn, dass er bei seinem Heimrennen stürzte. «Das gibt mir einen Schub für die nächsten Rennen. So weiß ich, was die anderen Fahrer über mich denken. So etwas ist schön zu hören.»
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