Supersport-WM • Neu
Bescheidener Sieger: Albert Arenas (Yamaha) redet seine Leistungen klein
Im zweiten Hauptrennen der Superbike-WM in Misano belegte Yari Montella Platz 3. Wie ein vermasselter Start seine Strategie über den Haufen warf und weshalb er mit Axel Bassani mitfühlen konnte.
Yari Montella war beim Superbike-Event in Misano klar die dritte Kraft hinter den beiden Aruba-Ducati-Piloten Nicolo Bulega und Iker Lecuona. In Lauf 1 und im Superpole-Race belegte er jeweils Platz 3. Im zweiten Hauptrennen am Sonntagnachmittag wurde er ebenfalls Dritter, doch dieses Mal landete er etwas glücklich auf dem Podest.
Montella ging von Position 3 ins Rennen über 21 Runden. Beim Start wurde er von Bimota-Pilot Axel Bassani überrumpelt. Montella bog als Vierter in die erste Kurve ein und fuhr dann 17 Runden lang hinter Bassani her, ohne ein ernsthaftes Überholmanöver setzen zu können. An der Spitze zogen die beiden Ducati-Werksfahrer davon. Fünf Runden vor Schluss stürzte Bassani in Kurve 8 über das Vorderrad, Montella erbte Platz 3. Danach musste der Barni-Ducati-Pilot den Podestplatz nur noch nach Hause fahren, er rollte mit 14 Sekunden Rückstand auf Bulega über die Ziellinie.
«Es war ein hartes Rennen, weshalb ich ein wenig müde bin», schmunzelte der Italiener in der anschließenden Medienrunde. «Ich habe den Start vermasselt. Axel hat mich überholt, er blockierte die Linie. Dann hatte ich eine Berührung mit Alex Lowes. Von da an war es ein anderes Rennen. Es ging dann nur noch darum, den Rückstand aufzuholen. Ich habe das ganze Rennen gepusht und versucht, Axel einzuholen. Als ich in seinem Windschatten war, ging bei meinem Vorderreifen die Temperatur nach oben. Es war unmöglich für mich, ein Überholmanöver zu machen.»
«Ich habe mich im Kopf darauf vorbereitet, Dritter zu werden. Ich versuchte, Druck auf Axel zu machen und ihn in einen Fehler zu treiben», führte Montella weiter aus. «Ich weiß nicht, ob es funktionierte, oder ob ich einfach Glück hatte. Am Ende ist er gestürzt. Es tut mir sehr leid für ihn, denn ich weiß, was es heißt, bei einem Heimrennen zu stürzen, wenn du um einen Podestplatz kämpfst. Wie auch immer, ich bin glücklich, dass ich Dritter geworden bin. Drei Podestplätze zuhause zu holen, hatte ich nicht geplant. Ich bin sehr stolz.»
Den Schlüsselmoment erlebte Montella beim Start. «Wenn ich einen guten Start gehabt hätte, wäre es ein anderes Rennen gewesen. Dann hätte ich das Rennen kontrollieren können», grübelte der 26-Jährige. «Wir müssen aber happy sein über das, was wir erreicht haben. Wenn ich den Yari vom letzten Jahr mit dem von heute vergleiche, dann kann ich es gar nicht glauben!»
In Yari Montellas erster Superbike-Saison im letzten Jahr war Danilo Petrucci im Barni-Team der Leader, in diesem Jahr ist es anders. Montella sorgt für die Ergebnisse, Alvaro Bautista hatte zunächst Probleme, dann folgte beim Spanier die Verletzung. Hat Montella in dieser Saison seine Arbeitsweise geändert? «Nein», winkte er ab. «Am Ende habe ich nicht den Druck, die Nummer 1 im Team zu sein. Ich konzentriere mich einfach auf mich selbst – um besser zu werden hinsichtlich meines Fahrstils und meiner Einstellung. Daran habe ich im letzten Winter gearbeitet.»
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.