Superbike-Ikone Carl Fogarty (61): Hirn und Hand waren seine Elektronik
Sein Charisma und sein lockeres Mundwerk hat Carl Fogarty nicht verloren. Beides ist seltener geworden und auch die heutigen Superbikes sind nicht mehr so faszinierend, meint der 61-Jährige.
Als vierfacher Weltmeister und 59-facher Laufsieger war Carl Fogarty über viele Jahre der erfolgreichste Superbike-Pilot, bis der Engländer von Jonathan Rea überflügelt wurde. Die Karriere des mittlerweile 61-Jährigen endete 2000 mit einem Unfall im zweiten Lauf auf Phillip Island abrupt.
Fogarty verkörpert eine andere Generation von Piloten: Ungeschliffen, unpolitisch, direkt. Auch 25 Jahre nach seinem letzten Superbike-Rennen hat ‹King Carl› Legenden- und Kultstatus.
Eng verbunden ist Fogartys Karriere mit Ducati. Alle vier Titel und 47 seiner Siege fuhr er mit Motorrädern aus Borgo Panigale ein. Natürlich war Foggy eingeladen, als Ducati bei der diesjährigen World Ducati Week das 100. Firmenjubiläum zelebrierte.
«Es ist schön, einen kleinen Beitrag zu diesen 100 Jahren Ducati geleistet zu haben», sagte Fogarty
Foggy hatte im Rahmen der World Ducati Week die Möglichkeit, die neueste Version der Superbike-Ducati zu fahren – er hatte mehr Power erwartet.
«Ich habe ein paar Runden gedreht. Ich weiß nicht, irgendwie fühlt es sich an, als hätte mein altes Motorrad mehr Power», wunderte sich Foggy. «Die neuen haben 240 PS, meines damals nur 160, vielleicht 170 PS. Aber mit meinem konnte ich ganz einfach einen Wheelie machen – jetzt geht das nicht, dabei ist die Leistung viel höher – sehr seltsam!»
Die aktuellen Superbikes haben natürlich diverse elektronische Fahrhilfen, etwa die von Ducati wahrscheinlich sensibel eingestellte Anti-Wheelie-Control.
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