Jake Dixon: Seine Handverletzung war nicht das Schlimmste in seinem Leben
Honda-Werkspilot Jake Dixon und seine Frau Sarah haben schwere Zeiten hinter sich. Dass es in der Superbike-WM nicht optimal läuft, ist kein Vergleich zu den überstandenen gesundheitlichen Problemen.
Den Wechsel von der Moto2 in die Superbike-WM 2026 hatte sich Jake Dixon vielleicht nicht einfach vorgestellt, aber sicher etwas erfolgreicher. Der Engländer verletzte sich vor dem Saisonauftakt und gab erst in Aragon sein Renndebüt auf der Honda CBR1000 RR-R. Es war ein zu frühes Comeback, denn der 30-Jährige verzichtete wegen Schmerzen auf den Rennsonntag sowie auf das darauffolgende Meeting in Misano. Erst beim achten Event – seinem Heimrennen in Donington Park – war Dixon in der Lage, das gesamte Wochenende durchzustehen. Für WM-Punkte reichte es in den bisher vier Rennen nicht.
In seiner Frau Sarah hat Dixon eine starke Stütze, und umgekehrt. Gemeinsam haben sie nicht nur die langwierige Handverletzung des Honda-Werkspiloten überstanden, sondern zuvor auch eine Krebserkrankung von Sarah.
«Von dieser letzten Verletzung zurückzukommen, war wahrscheinlich das härteste, was ich in meinem Leben durchgemacht habe – abgesehen von der Krebserkrankung von Sarah, also war es das zweitschlimmste», schilderte ein sichtlich bewegter Dixon in einem Interview mit TNT Sports. «Nichts anderes kommt dem auch nur annähernd gleich, denn dass deine wunderbare Frau womöglich nicht mehr da sein könnte, ist das Schlimmste auf der Welt. Ich denke, das können viele Menschen da draußen nachvollziehen.»
Die Sorgen um seine Frau und Mutter seiner dreijährigen Tochter, waren für Dixon prägend.
«Reden ist das Allerwichtigste«, rät der in Andorra lebende Engländer. «Das Leben ist kompliziert, egal, ob man sehr erfolgreich ist oder einfach nur sein Bestes gibt. Man sollte immer offen den Menschen gegenüber sein, die einem nahe stehen. Und wenn man niemanden hat, sollte man sich Hilfe suchen. Ich war bei einem Therapeuten, Sarah war bei einem Therapeuten. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Stärke. Im Grunde sitzen wir doch alle im selben Boot und wollen das Beste aus unserem Leben machen.»
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