Mit Platz 2 im ersten Lauf in Assen bestätigte Andrea Locatelli nicht nur seine gute Performance von Portimão, sondern generell die Fortschritte von Yamaha in der Superbike-WM 2025.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Im vergangenen Jahr erlebte Yamaha eine schlimme Superbike-Saison – als Siebter wurde Andrea Locatelli bester Fahrer der japanischen Marke. Aber diese Zeit scheint überwunden. Nach Platz 3 im ersten Lauf in Portimão steigerte sich der 28-Jährige in Assen auf den zweiten Platz. Dass er dabei nicht von Ausfällen profitierte, sondern Weltmeister Toprak Razgatlioglu (BMW) sogar im direkten Duell schlagen konnte, macht dieses Podium besonders.
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Grundsätzlich ist der TT Circuit mit seinem flüssigen Layout eine Strecke, die der Yamaha liegt – und auch Locatelli. "Ich mag Assen – hier habe ich 2021 meinen ersten Podestplatz in der Superbike-Kategorie eingefahren. Wir waren hier eigentlich immer recht erfolgreich, obwohl es nie einfach ist", erzählte der Italiener im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Aber wir haben am Freitag gute Arbeit geleistet, indem wir uns konsequent auf das Rennen vorbereitet haben. Mit der Superpole war ich aber nicht vollends zufrieden, weil ich keinen Windschatten erwischte und immer alleine fuhr. Ich kann mich allerdings auch nicht wirklich beschweren." Als Sechster der Startaufstellung bog Locatelli schon auf Platz 2 liegend in die erste Kurve ein. "Im Rennen erwischte ich einen guten Start und überholte anschließend Nicolò, auch um ihn ein wenig einzubremsen. Leider fuhr er gleich wieder vorbei und war auf und davon", berichtete der Yamaha-Werkspilot. "Ich fuhr verbissen, aber irgendwann holte mich Toprak ein. In dieser Phase verlor ich das Gefühl für die Front. Später wurde das aber wieder besser und ich konnte ihn zurück überholen und Zweiter werden."
Im Vorfeld reduzierte die FIM für die Hersteller Ducati und BMW den Benzindurchfluss. Hat sich dies für Locatelli spürbar auf die Kräfteverhältnisse ausgewirkt? "Ja, ich denke schon", sagte der Italiener nach kurzer Denkpause. "Dass Ducati und BMW weniger Benzin zur Verfügung haben, konnte ich ein wenig spüren. Toprak hatte definitiv etwas mehr zu kämpfen. Auch wenn wir auf die Sektoren schauen, sind sie nicht mehr ganz so schnell. Allerdings haben sie nach wie vor eine hervorragende Beschleunigung, wobei wir auch dort scheinbar etwas nähergekommen sind."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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