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Am 18. Mai wurde Alvaro Bautista am mehrfach gebrochenen rechten Fuß operiert, am Sonntag preschte er bei der Superbike-WM in Aragon zweimal in die Top-8. Was den 41-jährigen Ducati-Piloten antreibt.
Alvaro Bautista kann bereits wieder ohne Krücken laufen. Nach den anstrengenden Hitzerennen in Aragon zog er es für den restlichen Sonntag allerdings vor, die Gehilfen zu benützen – um seinen am 16. Mai mehrfach gebrochenen und am 18. Mai operierten rechten Fuß zu entlasten.
Im Sprintrennen arbeitete sich der Spanier vom 15. Startplatz bis auf Position 8. Im zweiten Hauptrennen kam er sogar noch einen Rang weiter vorne ins Ziel – wenn auch 18 sec hinter
«Zwei Wochen nach meiner komplizierten, bösen Verletzung war es der große Preis, dass ich hier dabei sein konnte», erzählte Alvaro nach seiner übermenschlichen Leistung während des Treffens mit SPEEDWEEK.com. «Das war kein Wunder, ganz sicher nicht, sondern
«Als mir klar wurde, dass ich die Rennen fahren kann, wollte ich genau das tun: Rennen fahren», betonte der zweifache Superbike-Weltmeister. «Ohne Erwartungen oder einen Blick auf meine Leistung. Nach einer Verletzung ist es immer schwer, wieder Vertrauen zu finden. Und umso länger du weg bist, desto schwieriger wird es. Zeitweise genoss ich die Rennen auch, in den letzten vier Runden des Hauptrennens musste ich aber meine Pace zurückschrauben.»
Mit 41 Jahren ist Bautista der Älteste im Feld, auch wenn eine App auf seinem Smartphone ausgerechnet hat, dass er anhand seiner biologischen Daten erst 24,8 ist. Auf starke Schmerzmittel verzichtete er in Aragonien. «Am Sonntagmorgen nahm ich Ibuprofen und vor dem Superpole-Race Paracetamol», verriet er. «Dazu Antibiotika, weil ich zwei großflächige Schürfwunden habe. In Most gaben sie mir nach dem Sturz den guten Stoff, da hob ich ab und flog bis in den Himmel. Zuhause nahm ich nur etwas, weil ich mich dazu gezwungen fühlte. Normal nehme ich nichts, weil ich meinen Körper spüren will. Schmerzen sind eine Warnung, dass etwas nicht stimmt – diese Warnungen möchte ich wahrnehmen.»
Das mache ich nicht für die Rennen, sondern für mein Leben.alvaro bautista
Viele fragen sich, weshalb sich der Evergreen ein solches Extremprogramm antut? Beweisen muss er schon lange niemandem mehr etwas. «Außer mir selbst», hielt Bautista fest. «Das ist eine Herausforderung für mich. Ich hatte einen schlimmen Crash mit einer bösen Verletzung und anschließender Operation. Ich mag es nicht verletzt zu sein, an Krücken zu gehen, oder dass sich meine Familie um mich kümmern muss. Ich will nützlich sein. Dass ich Rennen fahre, ist ein Ansporn für mich, so schnell wie möglich gesund zu werden. Das mache ich nicht für die Rennen, sondern für mein Leben.»
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