Andrea Locatelli (Yamaha): Tiefschlag in Barcelona
Yamaha-Werkspilot Andrea Locatelli absolvierte beim Meeting in Barcelona das schlechteste Rennwochenende seit seinem Aufstieg in die Superbike-WM. Der Italiener hatte Pech, räumt aber auch Fehler ein.
Als überragender Supersport-Weltmeister 2020 stieg Andrea Locatelli mit dem Yamaha-Werksteam in die Superbike-WM auf. In seiner Rookie-Saison brillierte der Italiener als WM-Vierter. Der 25-Jährige ist die Hoffnung für Yamaha, sollte Aushängeschild Toprak Razgatlioglu ein Angebot von einem MotoGP-Werksteam nicht widerstehen können. Dies wird aber frühestens 2024 der Fall sein.
Yamaha erwartet von Locatelli, dass er regelmäßige Top-5-Ergebnisse einfährt, was er aber seit Misano nicht mehr schaffte. Das Meeting am vergangenen Wochenende in Barcelona war ein Tiefschlag für den Italiener: Nur eine Zielankunft in den Punkten, und die als Neunter von Startplatz 4 im ersten Lauf.
"Mein Start selbst war nicht schlecht, aber Johnny drängte mich in der ersten Kurve ein wenig nach außen, sodass ich einige Positionen verlor und zurückfiel", erklärte der Italiener SPEEDWEEK.com. "Ich versuchte, mich wieder nach vorn zu arbeiten und war in der Gruppe mit Garrett, Johnny, Lecuona und Alex, die um das Podium kämpften. Aber in den Rechtskurven spürte ich, wie das Hinterrad mehr durchdrehte als am Freitag und im FP3. Ab der zehnten Runde wurde es katastrophal, weil ich es nicht umfahren konnte. Ich habe alles versucht, aber es war nicht möglich. Ich bin ein wenig enttäuscht, denn ich hatte das Gefühl, dass wir heute um das Podium hätten kämpfen können."
Locatelli kam nach einem Test im August eigentlich gut vorbereitet nach Barcelona.
War Locatelli schon mit seinem ersten Rennen nicht glücklich, steigerte sich das am Rennsonntag. Denn im Superpole-Race musste er dem gestürzten Iker Lecuona (Honda) ausweichen und ratterte durch den Kies – nur Platz 21. Zurückgestuft auf Startplatz 11 reichte es im zweiten Lauf nach einem Sturz sogar nur zu Platz 26.
"Ein weiterer schwieriger Tag für uns", stöhnte der Yamaha-Pilot. "Ich bin im zweiten Rennen gut gestartet und lag in der vierten Runde in einer guten Position, auf P6 oder P7. Aber wir hatten Pech, denn in Turn 10 habe ich leider die Front verloren. Das war bitter, denn als ich neu gestartet bin, war das Gefühl auf dem Motorrad nicht so schlecht, und der Rhythmus war gut. Anhand der Daten konnten wir sehen, dass wir um den fünften Platz hätten kämpfen können."
"Am Ende war es ein schwieriges Wochenende, aber es gab auch einige positive Punkte, denn wir waren schnell, und das ist eine gute Verbesserung. Allerdings hatten wir hier in Barcelona Pech, und jetzt freuen wir uns auf Portimão, wo wir versuchen werden, sofort zu pushen."
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