Befreiungsschlag von Sam Lowes (3./Ducati): «Jetzt kann ich ruhig schlafen»
Sam Lowes hatte sich in der Superbike-WM 2026 bereits als dritte Kraft etabliert, geriet dann aber in eine Abwärtsspirale. Als Dritter in Lauf 1 in Aragón fuhr sich der Ducati-Pilot aus der Krise.
Sam Lowes hatte bei den ersten drei Rennwochenenden der Superbike-WM 2026 einen guten Lauf und war bei jedem Zieleinlauf in den Top-5, in Assen sogar dreimal als Dritter. In Ungarn und Tschechien sah der MarcVDS Ducati-Pilot das Podium jedoch nur aus der Ferne und musste den dritten WM-Rang an Markenkollegen Yari Montella abtreten.
Beim Meeting im MotorLand Aragón gelang Lowes im ersten Lauf mit Platz 3 ein Befreiungsschlag.
«Auf dem Podium zu stehen, war nach einer Reihe nicht so guter Rennwochenenden wichtig für mich», sagte der Engländer erleichtert. «Es fühlt sich mittlerweile so an, als würde sich die Saison ganz ähnlich wie im vergangenen Jahr entwickeln. Wenn ich am Samstag nicht gut drauf bin, läuft es auch am Sonntag nicht gut – gerade im Superpole-Race, wenn man über zehn Runden alles gibt. Jetzt werde ich ruhig schlafen und versuchen, am Sonntag den Jungs vorn ein wenig näherzukommen.«
Der 35-Jährige legte mit Startplatz 3 in der Superpole den Grundstein für sein erfolgreiches Rennen. Auf die Aruba.it Ducati-Werkspiloten Nicolò Bulega (1.) und Iker Lecuona (2.) büßte Lowes acht Sekunden ein, wobei er es die letzten Runden betont vorsichtig angehen ließ.
«Es war nicht schlecht», betonte der gut gelaunte Lowes. «Die Bedingungen waren besser als am Freitag, als es noch heißer war. Mein Problem hier waren die zwei Stürze zu Beginn des Wochenendes. Deshalb wollte ich das Motorrad im ersten Lauf unbedingt ins Ziel bringen, gerade weil ich nach hinten einen ordentlichen Vorsprung hatte. Mein Eindruck ist, dass wir hier wieder einen kleinen Schritt nach vorn gemacht haben, und wir können uns weiterhin in manchen Bereichen verbessern – das Motorrad und auch mein Fahren.»
Im Aruba.it-Team geht man davon aus, dass die V4R der Werkspiloten um bis zu 0,3 sec pro Runde schneller ist. Hält Lowes diese Aussage für zutreffend?
«Ich denke schon, dass das Werksteam ein etwas besseres Motorrad hat. Ich glaube aber nicht, dass es so viel ist», grübelte der Ducati-Privatier. «Wäre ich im Werksteam, wäre ich wahrscheinlich auch etwas besser, aber das lässt sich schwer beziffern. Aus meiner Sicht ist unser Paket absolut konkurrenzfähig, und mit etwas mehr Vertrauen, wäre ich wohl näher dran. Offensichtlich ist, dass die Ducati das beste Motorrad im Feld ist.»
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