Iker Lecuona (Ducati): Vorderradrutscher, Vibrationen und weitere Probleme
Drei zweite Plätze sind für Ducati-Werkspilot Iker Lecuona mittlerweile gewohnte Ergebnisse, für die sich der Spanier bei der Superbike-WM in Estoril aber mehr anstrengen musste als sonst.
Beim Superbike-Meeting auf dem Circuito do Estoril revanchierte sich Nicolò Bulega bei Iker Lecuona für die Niederlage, die ihm der Spanier in Cremona zugefügt hatte. Mit zweiten Plätzen in der Superpole und allen drei Rennen erlebte der 26-Jährige ein gutes, aber eben auch kein überragendes Wochenende.
Im zweiten Lauf handelte sich der Spanier den größten Rückstand auf seinen Aruba.it Ducati -Teamkollegen ein. Nachdem er in der ersten Rennhälfte noch halbwegs mithalten konnte, standen zeitweise fast sechs Sekunden zu Buche – auf der Ziellinie waren es 4,8 sec.
«Ich hatte große Probleme. Noch in der ersten Rennhälfte hatte ich in Kurve 2 einen mächtigen Vorderradslide, wodurch gleich eine größere Lücke zu Nicolò aufgegangen ist. Danach habe ich etwas langsamer gemacht», erklärte Lecuona am Sonntagnachmittag. «Als es tröpfelte, habe ich den Druck auf Nicolò wieder etwas erhöht, um zu sehen, ob er vielleicht einen Fehler macht oder ob ich zu ihm aufhole. Das passierte aber nicht. Die letzten fünf Runden waren ein Überlebenskampf. Die Schleifer am Knie und Ellbogen sind am Ende, wegen der ständigen Vorderradrutscher. In den letzten drei Runden sind dann noch starke Vibrationen am Hinterrad entstanden.»
Lecuona steht bereits als Vizeweltmeister der Superbike-WM 2026 fest. Vier Siege und 29 Podestplätze aus 33 Rennen sind eine herausragende Bilanz. Estoril war für den Ducati-Werkspiloten eines der schwierigsten Wochenenden.
«Es war echt anstrengend und ich weiß nicht so recht, warum. Wir haben keine Fortschritte hinbekommen und nicht das Niveau erreicht, das ich erwartet hatte», grübelte Lecuona. «Platz 2 ist ein gutes Ergebnis, mit unserer Performance bin ich allerdings nicht zufrieden. Es ist frustrierend, weil wir hier nicht herausgefunden haben, was am Motorrad, der Abstimmung oder mit meinem Fahrstil nicht stimmte. Die Daten werden uns in Zukunft helfen. Nicolò hat den Erfahrungsvorsprung und die Erkenntnisse aus den vergangenen Jahren, auch wenn unser Motorrad neu ist. Er hat immer eine klare Vorstellung, in welche Richtung man gehen muss, und das fehlt mir noch. In Cremona hatten wir davor zwei Testtage, das machte den Unterschied aus.»
Was rechnet sich Lecuona für sein Heimrennen in Jerez aus? «Es ist eine von Nicolòs Lieblingsstrecken und ich hasse sie! Ich gehe von zweiten Plätzen aus, aber dafür werde ich kämpfen müssen.»
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