Estoril, Sprint: Bulega mit dem 28. Saisonsieg – Pech für Oliveira
Durch den Sieg im Superpole-Race hat sich Ducati-Star Nicolò Bulega einen weiteren Rekord gesichert. BMW-Pilot Miguel Oliveira verlor Platz auf dem Circuito do Estoril in der letzten Runde.
Für Nicolò Bulega war das Superpole-Race in Estoril die erste Gelegenheit, den Sieg-Rekord in einer Superbike-Saison ganz allein zu übernehmen – seit dem ersten Lauf am Samstag teilt sich der Ducati-Werkspilot diesen mit Álvaro Bautista, der 2023 stolze 27 Siege eingefahren hatte.
Das um 11:10 Uhr Ortszeit gestartete Rennen über nur 10 Runden fand unter einem bewölkten Himmel und bei angenehmen 23 Grad Celsius statt. Dass die Piloten nicht auf den Reifenverschleiß achten müssen und jede Runde ans Limit gehen, macht den Reiz dieses Formats aus. Die Bezeichnung des Sprintrennens kommt daher, weil das Ergebnis in die Startaufstellung für den zweiten Lauf einfließt. Die Top-9 erhalten bis zu zwölf WM-Punkte und nehmen die ersten neun Startplätze ein, die weiteren Positionen entsprechen der Superpole vom Samstag.
Die Startaufstellung für den Sprint entsprach wiederum der Superpole. Aus der ersten Reihe gingen Bulega und sein Aruba-Teamkollege Iker Lecuona sowie Bimota-Pilot Alex Lowes ins Rennen. BMW-Ass Miguel Oliveira lauerte auf Platz 5, Honda-Aushängeschild Jake Dixon war Siebter.
Lecuona gewann den Start und bog vor Bulega und Oliveira als Führender in die erste Kurve ein. Dahinter berührten sich Alex Lowes (Bimota) und Yari Montella (Ducati) – beide fielen weit zurück. Als Verursacher erhielt der Italiener zusätzlich eine Long-Lap-Penalty. Surra, Axel Bassani (Bimota), Bautista und Dixon komplettierten die Top-7 nach Runde 1.
Als sich Lecuona zu Beginn der dritten Runde in Kurve 1 massiv verbremste, übernahm Bulega die Führung. Oliveira fuhr sicher auf Platz 3, während Surra und Bautista um Platz 4 kämpften. Yamaha-Pilot Xavi Vierge hatte sich stark auf Platz 7 nach vorn gekämpft.
Bei Halbzeit führte unverändert Bulega, der seinen Vorsprung mit der schnellsten Rennrunde in 1:34,525 min auf 1,9 sec auf Lecuona und 3,3 sec auf Oliveira ausbauen konnte. Um Platz 4 kämpften mittlerweile Surra, Bautista, Bassani, Vierge und Dixon.
Runde 8 brachte das Aus von Andrea Locatelli in Kurve 7. Die Yamaha überschlug sich neben der Strecke mehrfach und wurde ordentlich verbogen.
Nach zehn Runden brauste der Weltmeister kontrolliert vor Lecuona als Sieger über die Ziellinie. In der zweiten Rennhälfte hatte sich Surra nicht nur von Bautista abgesetzt, sondern fuhr die Lücke zu Oliveira zu und knöpfte dem Portugiesen in der letzten Runde den dritten Platz ab.
Oliveira, Bautista, Bassani, Vierge, Dixon und Baldassarri komplettierten die Top-9. Somit sind Ducati, BMW, Yamaha und Honda im zweiten Lauf mit mindestens einem Fahrer in den ersten drei Startreihen vertreten. Garrett Gerloff mit der einzigen Kawasaki sah nach einem Fehler jedoch nur als 18. das karierte Tuch.
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