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Für Razgatlioglu ist klar: Ohne ihn wird’s langweilig

Superbike-WM-Leader Toprak Razgatlioglu dominierte den ersten Lauf in Estoril und kam mit seinem 20. Sieg in dieser Saison seinem dritten Titel einen weiteren Schritt näher. Auf Sicherheit zu fahren, kommt für ihn nicht

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Titelverteidiger Toprak Razgatlioglu zeigt eine erstaunliche Saison: In 31 Rennen hat der Türke 20 Mal gewonnen und stand 27 Mal auf dem Podium. Bei noch fünf ausstehenden Läufen, in denen es maximal 99 Punkte zu holen gibt, hat er 41 Vorsprung auf seinen letzten WM-Widersacher Nicolo Bulega aus dem Ducati-Werksteam. Beträgt der Vorsprung nach den Estoril-Rennen mindestens 62 Punkte, dann ist Toprak vorzeitig zum dritten Mal Superbike-Weltmeister!

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In Portugal ist er bislang eine Klasse für sich: Startplatz 1 eroberte er mit einer Rekordrunde, im ersten Lauf am Samstagnachmittag übernahm er nach nicht perfektem Start in der dritten Runde die Führung und setzte sich sofort ab. Im Ziel hatte Razgatlioglu knapp 2 sec Vorsprung auf Bulega, Dritter wurde dessen Aruba-Teamkollege Alvaro Bautista.

"In der ersten Runde wollte ich nicht voll pushen, um auf den Reifen zu achten", erklärte der WM-Leader seine anfängliche – und kurz währende – Zurückhaltung. "Als ich sah, dass mich alle überholen, musste ich kontern. Locatelli verstehe ich nicht: Er hat sofort und aggressiv Druck ausgeübt. Wir kämpfen mit Nicolo um die Meisterschaft, aber er hat gleich attackiert. Ich konnte darüber unter dem Helm nur lachen. Dann habe ich mein Rennen wirklich begonnen und habe relativ schnell wieder alle überholt. Nicolo hatte in den letzten fünf Runden auch Probleme mit dem Reifen – er vorne, ich hinten."

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Für den 77-fachen Laufsieger steht fest: Er wird auch am Sonntag auf Sieg fahren, nicht auf Vorsprungverwaltung. "Außer, ich habe ein Problem, dann sage ich vielleicht, dass der zweite Platz genug ist", schränkte Toprak ein. "Manchmal muss man in einem Rennen seine Pläne ändern. So oder so, ich bin bereit für den Kampf. Alle schreiben, dass ich nach diesem Wochenende vielleicht Weltmeister bin. Aber dazu müsste Bulega stürzen, was ich nicht will – es ist viel besser, wenn wir in den Rennen kämpfen. So will ich die Meisterschaft gewinnen. Ich glaube, dass der Titel erst in Spanien vergeben wird, die Rennen am Sonntag sind aber trotzdem sehr wichtig."

Interessanter Fakt: Bulega wurde dieses Jahr bereits 17 Mal Zweiter, immer hinter Toprak. Ohne Toprak im Feld hätte der Italiener 27 der 31 Rennen gewonnen. Wie wird die Weltmeisterschaft 2026, wenn der Zweiradkünstler aus der Türkei nicht mehr dabei ist und MotoGP fährt? "Langweilig", war Razgatlioglus umgehende Antwort, die bei Promoter Dorna keine Begeisterungsstürme hervorrufen dürfte.

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