Garrett Gerloff von BMW-Transformation überrascht
Auch das zweite Überseerennen der Superbike-WM 2023 war für BMW eine harte Nuss, allerdings weniger schlimm als befürchtet. Garrett Gerloff von Bonovo action verpasste in Mandalika die Top-10, sieht aber auch positives.
Platz 6 im ersten Lauf am Samstag durch Rokit BMW-Pilot Michael van der Mark war das beste Einzelergebnis von BMW in Indonesien, der Niederländer sorgte als Achter im Superpole-Race auch für das zweitbeste Finish. Für seine Markenkollegen war das Erreichen der Top-10 dagegen eine Herausforderung.
Besonders bitter verlief das Rennwochenende auf dem Mandalika Street Circuit für Bonovo action. Für Loris Baz endete es nach zwei Stürzen am Sonntag mit Brüchen im rechten Sprunggelenk. Teamkollege Garrett Gerloff kam über die Plätze 12 und 11 nicht hinaus. "Wir hatten einige große Änderungen am Motorrad vorgenommen. Ich fühlte mich damit im Superpole-Race etwas seltsam, aber ich konnte fühlen, dass es gut war. Es hat mich nur etwas Zeit gekostet, mich daran zu gewöhnen", erzählte der 27-Jährige. "In den ersten Teil des Hauptrennens sind wir mit den härtesten Reifen vorn und hinten gestartet und das hat sich im Vergleich zu den anderen einfach nicht gerade fantastisch angefühlt. Dann wurde das Rennen unterbrochen und wir konnten die Reifen zur weicheren Mischung vorn und hinten wechseln. Das hat das Motorrad schlichtweg transformiert und alles fühlte sich danach so viel besser an. Wir sind natürlich nicht dort, wo wir sein wollen. Es wird etwas dauern, bis wir konstant vorn mitfahren können. Ich denke aber nicht, dass wir extrem weit weg sind."
Der US-Amerikaner klagte wie viele Superbike-Piloten über Magen-Darm-Beschwerden. Angesichts des Pechs seiner Markenkollegen Baz und van der Mark (er war im zweiten Lauf gestürzt), mag sich Gerloff nicht darüber beschweren. "Ich habe wirklich Mitleid mit meinem Teamkollegen Loris. Ich habe das Video gesehen und das sah definitiv nicht gut aus. Aber er ist guter Dinge und ich hoffe jetzt, dass er so schnell wie möglich wieder genesen und in Assen wieder mit uns Rennen fahren kann", sagte Gerloff. "Ich hoffe natürlich auch, dass Michael nach seinem Highsider ok ist. Es war nicht schön, auch ihn am Boden zu sehen."
Teameigner Jürgen Röder war nicht nach Indonesien gereist, war von den vielschichtigen Problemen aber gut informiert. "Garrett hatte eine schwere Magenverstimmung, daher muss man bei ihm leistungstechnisch Abstriche machen. Die Rennen in Indonesien sind extrem kräftezehrend und mit einer Magenverstimmung kann man nicht alles geben", nahm der Hesse seinen Fahrer in Schutz. "Der Sonntag war für Garrett dennoch besser, er war sehr konstant. Im zweiten Rennen hat er stark mit Scott Redding gekämpft. Am Ende des Tages ist es nichtsdestotrotz nicht die Platzierung, die wir uns vorstellen."
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