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Misano, Superpole: Yamaha und ZX Moto in Reihe 1 – Öttl bester Ducati-Pilot
Am Trainingsfreitag in Misano landete Ducati-Ass Iker Lekuona in der kombinierten Zeitenliste auf Rang 2. Die Umstellung vom MotoGP-Motorrad auf das Superbike war schwerer als gedacht.
Nach seinem MotoGP-Einsatz auf dem Balaton Park Circuit am vergangenen Wochenende, bei dem Iker Lecuona mit der Ducati Desmosedici einen starken Eindruck hinterließ, muss er sich in Misano wieder an sein Superbike gewöhnen. Mit seiner Panigale war der Aruba-Pilot am Trainingsfreitag an der Adria schnell, dennoch hätte er sich den Umstieg auf «sein Bike» etwas anders vorgestellt.
«Ich habe erwartet, dass es einfacher ist, der Beginn war schwierig», schmunzelte der Spanier. «Ich bin ähnlich wie mit dem MotoGP-Bike gefahren. Als ich ans Gas ging, begann sich das Motorrad stark zu bewegen. Ich fühlte mich anfangs auf dem Bike sehr schlecht. Es war eine große Herausforderung.»
In der kombinierten Zeitenliste landete Lecuona mit 0,166 sec Rückstand auf seinen Teamkollegen Nicolo Bulega auf Rang 2. Glaubt er, dass er sich am Samstag steigern kann? «Ich habe mich schon am Nachmittag ganz gut gefühlt. Ich habe dann aber den SC2-Reifen ausprobiert. Der Grip am Hinterreifen war eine Katastrophe. Fahrerisch ist es aber okay, vielleicht fehlt mir noch ein bisschen.»
Im FP1 am Vormittag fehlten Lecuona nur 0,059 sec auf Bulega. Im FP2 am Nachmittag hatte Lecuona auch einen harmlosen Sturz über das Vorderrad. «Ich versuchte es noch abzufangen, aber dann lag ich schon am Boden», lachte ein gut gelaunter Iker Lecuona. «Es war ein normaler Crash mit dem SC2-Reifen. Ich hatte einen ähnlichen Sturz mit einem neuen Reifen in Portimao. Ich habe die Bremse gelöst, das Bike fuhr geradeaus und ich konnte es nicht mehr abfangen. Es war harmlos. Meine Jungs haben dann einen sehr guten Job gemacht – sie haben die Teile getauscht, die kaputt waren. Dann bin ich mit dem SC1 hinausgefahren und in der ersten Runde war ich bereits schneller. Ich habe durch den Crash keinerlei Vertrauen verloren, denn ich bin nur wegen dem Reifen gestürzt.»
Welche Erwartungen hat Lecuona an den Rest des Wochenendes? «Ich habe keine Erwartungen. Ich sage schon das ganze Jahr dasselbe – ich mag keine Erwartungen», winkte der 26-Jährige ab. «Ich denke, dass meine Pace ähnlich zu der von Nicolo war. Er ist mir etwas voraus und ich weiß, dass er hier sehr schnell ist.»
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