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Misano, Superpole: Yamaha und ZX Moto in Reihe 1 – Öttl bester Ducati-Pilot
Das zweite freie Training der Superbike-WM 2026 in Misano endete nicht überraschend mit der Bestzeit von Nicolò Bulega. Ducati beanspruchte die ersten vier Positionen. Eine Yamaha in die Top-10.
Beim Meeting der Superbike-WM 2026 in Misano wird Honda-Werkspilot Jake Dixon von Testfahrer Ryan Vickers ersetzt. Im ROKiT BMW-Team ist Miguel Oliveira zurückgekehrt, jedoch fehlt Danilo Petrucci, der von Testfahrer Michael van der Mark vertreten wird.
Im morgendlichen FP1 fuhr – wer sonst – Leader Nicolò Bulega (Ducati) in 1:32,733 min die schnellste Rundenzeit. Allerdings scheint die Luft für den WM-Leader an der Spitze dünner zu werden, denn mit nur 0,059 sec Rückstand war sein Aruba.it-Teamkollege Iker Lecuona nur einen Wimpernschlag langsamer. Hinter sechs V4R wurde überraschend Xavi Vierge mit der Yamaha R1 bester Nicht-Ducati-Pilot.
Zu Beginn des zweiten Trainings um 15 Uhr war es mit 25 Grad etwas wärmer als am Vormittag, auf die Rundenzeiten wirkte sich das jedoch nicht aus. Nach nur acht Minuten hatte Bulega in 1:32,627 min eine schnellere Runde gefahren und auch Lecuona fuhr in 1:32,799 min schneller als im FP1. Die Top-8 – sechs Ducati und zwei Bimota – lagen innerhalb einer Sekunde.
Zum Vergleich: Den Pole-Rekord hält seit 2025 Bulega mit 1:31,618 min, die schnellste Rennrunde drehte Toprak Razgatlioglu (BMW) 2024 im Sprint in 1:32,687 min.
Unter Beobachtung von MotoGP-Teammanager Davide Tardozzi steigerte sich Bulega stetig. Nach sieben Runden ließ sich der 26-Jährige eine Zeit von 1:32,235 min notieren und lag damit 0,5 sec vor Lecuona und 0,8 sec Yari Montella (Ducati) an. Als Vierter und Fünfter folgten die Bimota-Asse Axel Bassani und Alex Lowes.
Nach 15 Minuten waren die Top-5 unverändert und auf den Plätzen 7 bis 11 folgten die restlichen Ducati-Privatiers. Als Zwölfter hatte Yamaha-Pilot Remy Gardner 1,6 sec Rückstand, gefolgt von BMW-Aushängeschild Miguel Oliveira (13.). Honda-Pilot Somkiat Chantra war 16. und Garrett Gerloff folgte mit der einzigen Kawasaki auf der 17. Position.
Bei Halbzeit der 45-minütigen Session hatten nur acht von 22 Piloten noch keine Verbesserung ihrer Rundenzeit am Vormittag erreicht. In den Top-10 gab es keine wesentliche Veränderung.
Zwei Minuten vor dem Ende stürzte Lecuona harmlos über das Vorderrad. Kurz zuvor hatte der Spanier in 1:32,523 min eine persönlich schnellste Runde gefahren und seinen Rückstand auf Bulega auf 0,288 sec reduziert. Der einzige Pilot in den Top-10, der am Vormittag schneller war, war Sam Lowes auf der sechsten Position.
In den letzten Minuten nahmen einige Piloten eine schnelle Runde in Angriff. Lecuona verkürzte auf nur noch 0,166 sec auf Bulega. Montella stürmte auf Platz 3 nach vorn und endlich gelang Sam Lowes (4.) eine schnellere Runde als im FP1.
Bester Nicht-Ducati-Pilot wurde Axel Bassani mit der Bimota KB998 als Fünfter, Teamkollege Alex Lowes wurde Siebter. Mit Platz 8 und damit beendete Xavi Vierge als bester Yamaha-Pilot den ersten Trainingstag.
Platz 16 mit 1,4 sec Rückstand von Oliveira geht angesichts der Umstände völlig in Ordnung. Petrucci-Ersatz Michael van der Mark war 0,2 sec langsamer als der Portugiese.
Enttäuschung bei Kawasaki: Am Tag der Vertragsverlängerung kam Garrett Gerloff nicht über Position 17 hinaus.
Honda steht mit Chantra und Vickers auf den Plätzen 19 und 21 vor einem weiteren schwierigen Superbike-Wochenende.
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