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Jonathan Rea gesteht: «Auf uns wurde Druck ausgeübt»

Jonathan Rea (Kawasaki) und Alvaro Bautista (Ducati) lieferten sich im ersten Superbike-Rennen in San Juan einen rundenlangen Kampf. Weshalb der Vize über den Weltmeister triumphierte.

Superbike WM

Im Artikel erwähnt


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Zwar kreuzte Polesetter Alvaro Bautista nach jeder der 21 Runden auf dem San Juan Villicum Circuit als Führender den Zielstrich, in der Anfangsphase leistete ihm der inzwischen fünffache Weltmeister Jonathan Rea aber heftige Gegenwehr – obwohl die rutschigen Streckenbedingungen nicht viele Aktionen zuließen.

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"Das war ein sehr schwieriges Rennen", stöhnte Rea, nachdem er die Zielflagge 1,562 sec hinter Sieger Bautista sah. "Es waren nicht die besten Bedingungen, es ging mehr darum, dass ich mich nicht über dem Limit bewege. Ein paar Mal wurde ich etwas aufgeregt, weil meine Pace fast gleich war wie die von Bautista. Ich war in vielen Bereichen stärker als er, in den Schlüsselbereichen war überholen aber nicht möglich. Ich musste ans Limit gehen, um an ihm dran zu bleiben. Außerdem machte ich einige Fehler und kam mehrmals auf die schmutzige Seite des Asphalts. Das hat mich einige Zeit gekostet. Wir haben bei der Motorradabstimmung auch mehr Wert auf die Haltbarkeit der Reifen gelegt, als auf den Speed."

In Argentinien stellte Rea mit seinem zweiten Platz einen weiteren Rekord auf: Seit Rennen 1 in Laguna Seca 2018 war der 32-Jährige immer in den Punkten, das gelang vor ihm nur Sylvain Guintoli zwischen Imola 2013 Rennen 1 und Aragon 2015 Rennen 1. Holt Rea im Sprintrennen am Sonntagmorgen erneut Punkte, ist er alleiniger Rekordhalter.

Wie schlimm waren die Bedingungen wirklich – sechs Fahrer hielten sie für "lebensgefährlich". "Auf der Ideallinie war es nicht ideal, man konnte aber Rennen fahren", unterstrich Rea im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Das Problem in Rennen ist, wenn du Fehler machst und etwas von der Linie abkommst, dann hat das nicht nur auf dich Auswirkungen, sondern auch auf die Fahrer um dich herum. Samstagmorgen im Training bin ich beinahe mit Rinaldi und Melandri kollidiert, nachdem Rinaldi einen Fehler gemacht und Melandri sein Motorrad deshalb aufgerichtet hatte. Damit mussten wir klarkommen. Ich hatte einigen Druck zu fahren, die Bedingungen waren von ideal weit entfernt. Trotzdem ist es richtig, dass wir es versucht haben."

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Wer hat Druck auf dich ausgeübt? "Darüber will ich nicht reden", hielt Rea fest.

"Für solche Situationen lässt sich kein System etablieren", unterstrich der Weltmeister. "Letztlich geht es um Vertrauen – und wir wurden etwas hängen gelassen. Nicht von der Dorna oder der FIM. Aber wir sollten an eine Rennstrecke kommen und die Strecke sollte vorbereitet sein. Als wir am Mittwoch ankamen, war die Strecke sehr schmutzig, auch am Donnerstag. Auf der Strecke ist nichts los. Es wäre vielleicht zu hart zu sagen, dass das inakzeptabel ist. Wir als Weltmeisterschaft verdienen aber Besseres. Eine Strecke muss präpariert sein und über genügend Gummiabrieb verfügen. Trotzdem ist es schwierig, jetzt mit dem Finger auf jemanden zu zeigen. Die Organisatoren hier versuchen ihr Bestes, aber es passierte jetzt zum zweiten Mal. Letztes Jahr kamen Steine aus dem Asphalt, aber auch ich habe keine Antworten auf alle Bedenken."

Stimmt es, dass sich die Mehrheit der Fahrer darauf geeinigt hatte nicht zu fahren, bevor Druck auf sie ausgeübt wurde? Rea: "Das ist persönlich."

Ergebnis San Juan, Lauf 1:

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WM-Stand nach Lauf 1 in San Juan Villicum:

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