Kawasaki sieht Land in der Superbike-Kategorie: Ein Manko bleibt bestehen
Neben Ducati mit der V4R hat nur Kawasaki ein neues Motorrad für die Superbike-WM 2026 homologieren lassen. Die Aktualisierungen haben sich auf Phillip Island bewährt, doch ein Problem bleibt.
Die Superbike-WM 2025 verlief für Kawasaki enttäuschend. Ein Jahr nachdem Alex Lowes WM-Vierter wurde, erreichte Garrett Gerloff nur ein Viertel der Punkte und wurde WM-15. Kawasaki antwortete mit einer überarbeiteten ZX-10RR, deren auffälligste Neuerung eine geänderte Aerodynamik mit Winglets ist.
Beim diesjährigen Saisonauftakt auf Phillip Island überraschte Gerloff mit Platz 6 im Superpole-Race. Wird jetzt alles gut? «Es war unser bisher bestes Wochenende mit Gerloff», betonte Teamchef Manuel Puccetti bei Corsedimoto. «Auf einer Strecke, die Ducati entgegenkommt, konnten wir gute Ergebnisse erzielen. Platz sechs im Sprintrennen, nur eine halbe Sekunde hinter dem Podium, lässt für den Rest der Saison hoffen. Es ist ein neues Motorrad, und von außen betrachtet, könnte man meinen, die Flügel seien die einzigen Neuerungen, aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. Im Vergleich zum Vorjahresmodell unterscheiden sich Motor, Getriebe, Drosselklappe, Gabel und andere Fahrwerkskomponenten, die Aerodynamik … Es ist kaum noch etwas gleich.»
Der Italiener ist vom Potenzial der Ninja überzeugt. «Das Motorrad ist unglaublich schnell und deutlich konkurrenzfähiger als die Kawasaki von 2025. Außerdem werden wir jetzt mehr Kilometer sammeln und es weiterentwickeln. Ich bin überzeugt, dass wir dadurch noch konkurrenzfähiger werden», betonte Puccetti. «Die Einschränkung, dass wir weiterhin nur einen Fahrer am Start haben, bleibt jedoch bestehen. Das Motorrad an sich hat großes Potenzial und das Team hält fest zusammen. Ich denke, wir können die letzte Saison deutlich übertreffen.»
Nicht nur technisch hat Kawasaki Weichen gestellt, sondern auch personell. «Kawasaki unterstützt uns mit zwei unglaublich erfahrenen Technikern, Danilo Casonato und Marcel Duinker, die unserem Team fest zugeordnet sind. Die beiden Ingenieure arbeiten seit rund zwanzig Jahren bei Kawasaki. Das ist ein echter Vorteil, denn es verstärkt unser Team», sagte der 48-Jährige. «Dank ihnen werden wir die Elektronik und alles Weitere besser abstimmen können. Je mehr Kilometer wir fahren, desto besser werden wir. Es ist eine Sache, gegen Ducati mit acht Motorrädern anzutreten, und eine ganz andere, bei Kawasaki mit nur einem Fahrer die Entwicklung eines neuen Motorrads zu leiten.»
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