Ollie Bearman: So stärkt der Erfolg von Antonelli sein Selbstbewusstsein
Ollie Bearman fuhr in der Formel 2 an der Seite von Kimi Antonelli, der aktuell die Formel-1-WM mit 43 Punkten Vorsprung anführt. Das ist auch für dessen früheren Teamkollegen ein Grund zur Freude.
Ollie Bearman durfte bereits 2024 seinen ersten Formel-1-GP bestreiten: Als Ferrari-Junior durfte er seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, als der damalige Stammfahrer Carlos Sainz wegen einer akuten Blinddarmentzündung das Saudi-Wochenende nicht beenden konnte. Und Bearman überzeugte mit seinem Auftritt, für den er mit sechs WM-Zählern belohnt wurde. Später im Jahr rückte er auch im Haas-Renner in Aserbaidschan und Brasilien aus, und sammelte als Zehnter von Baku einen weiteren Punkt.
Hauptberuflich war der junge Brite in jenem Jahr aber in der Formel 2 unterwegs, und dort hatte er mit Kimi Antonelli einen starken Teamkollegen an seiner Seite. Das Duo schaffte es nicht in die Top-5 der Gesamtwertung – Antonelli wurde Gesamtsechster und Bearman musste sich mit dem zwölften Schlussrang begnügen – dennoch stiegen beide in die Formel 1 auf, genauso wie Gabriel Bortoleto, der sich 2024 zum Formel-2-Meister krönte, und Isack Hadjar, der als erster Verfolger den zweiten Tabellen-Schlussrang belegte.
Während Bearman als Neuling beim Ferrari-Kundenteam Haas platziert wurde, stand Antonelli gleich im Rampenlicht. Denn der Teenager aus Bologna durfte im Mercedes-Werksteam die Nachfolge von Lewis Hamilton antreten. Der Druck war gross, und ist auch in diesem Jahr nicht kleiner geworden. Doch davon lässt sich Antonelli nicht aus der Ruhe bringen. Im überlegenen Mercedes führt er die WM mit dem komfortablen Vorsprung von 43 WM-Zählern auf seinen Mercedes-Teamkollegen George Russell an.
Erfolg der früheren Gegner und Teamkollegen lässt hoffen
Im «Drive To Wynn»-Podcast erklärt Bearman, warum der Erfolg des früheren Stallgefährten auch sein eigenes Selbstvertrauen stärkt. Der 21-Jährige sagt über das Mercedes-Duo: «Diese Beiden arbeiten auf einem sehr hohen Niveau. Es war wirklich cool, sie ihn Kanada kämpfen zu sehen, wie sie sich gegenseitig angetrieben haben und dabei an die Grenze gingen, gleichzeitig aber immer den Respekt wahrten, was zwischen Teamkollegen wirklich wichtig ist. Es hat Spass gemacht, das Duell zu sehen, und ich freue mich auch, dass Kimi an der Spitze kämpft, denn ich kenne ihn sehr gut, weil wir bereits in der Formel 2 Teamkollegen waren.»
Es sei cool, dass seine früheren Gegner aus der Formel 2 nun gegen hochkarätige Formel-1-Routiniers antreten, fügte Bearman mit Blick auf Antonelli und auch Hadjar an, der bei Red Bull Racing an der Seite von Max Verstappen eine gute Form an den Tag legt. «Ich selbst kämpfe nicht an der Spitze, ich sitze nicht in einem Auto der Top-4-Teams, aber zu wissen, dass sie es mit ihren Teamkollegen und den direkten Gegnern an der Spitze aufnehmen können, gibt mir auch Selbstvertrauen. Ich habe in der Formel 2 und Formel 3 gegen sie gekämpft, nun legen sie sich mit den Top-Fahrern in der Formel 1 an, und das ist für mich ein Beweis dafür, dass auch ich das eines Tages schaffen kann. Es motiviert mich, denn es ist schön zu sehen, dass die jungen Fahrer siegen können. Ich gehöre auch zu den Jungen und hoffe, dass ich bald auch da vorne mitkämpfen kann.»
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