Lob vom Superbike-WM-Profi: Michael Rinaldi beeindruckt von Lukas Tulovic
Am vergangenen Wochenende teilten sich Lukas Tulovic und Michael Rinaldi im Rahmen der italienischen Meisterschaft die Box. Der fünffache Superbike-Laufsieger war voll des Lobes für den Deutschen.
Nach 242 Rennen endete im vergangenen Jahr die Superbike-Karriere von Michael Rinaldi. Der Italiener fuhr fünf Siege und 23 Podestplätze ein (alle mit Ducati), war mit seinen Leistungen aber zu schwankend und fand für 2026 kein Team. Der erst 30-Jährige kehrte in die italienische Meisterschaft zurück und fährt in diesem Jahr für das Ducati-Team B-Max-Racing, mit dem am vergangenen Wochenende Lukas Tulovic in Misano einen Gaststart absolvierte.
Mit einem dritten Platz und einem Sieg überzeugte der Deutsche bei seinem Debüt auf ganzer Linie – dabei musste sich der IDM-Champion von 2025 auf die Reifen von Dunlop umstellen und auch die Konfiguration der Ducati V4R unterschied sich von seinem gewohnten Motorrad.
Tulovic erhofft sich von solchen Auftritten mehr Aufmerksamkeit und perspektivisch die Chance auf einen Wechsel in die Superbike-WM. Seine Performance beeindruckte zumindest seinen italienischen Teamkollegen. Mit zwei zweiten Plätzen schnitt Rinaldi ebenfalls ausgezeichnet ab, holte in Addition aber einen Punkt weniger als der 26-Jährige aus Eberbach.
«Ich muss Lukas zu seiner konstanten Leistung im gesamten Rennen gratulieren. Er hat sich über das Wochenende hinweg stetig gesteigert und mir das Leben wirklich schwer gemacht», lobte der langjährige Ducati-Werkspilot.
Im ersten Rennen konnte sich Rinaldi mit einem grenzwertigen Manöver noch vor Tulovic behaupten. «Tatsächlich musste ich in der ersten Runde ein etwas zu aggressives Manöver wagen», gab der Italiener zu. «Aber wir kommen voran. Ich hoffe, den letzten Schritt nach vorn zu machen und die kleinen Probleme, die mich noch etwas stören, vollständig zu beheben. Dennoch reisen wir mit zwei zweiten Plätzen im Gepäck nach Hause. Bei den ersten drei Rennwochenenden waren wir nicht einmal in die Nähe des Podiums gekommen. Ich sehe das Glas also als halb voll an.»
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