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Schwester des Aushängeschildes: Mittelklasse-Sportler KTM 790RC in Arbeit

Die 990RC R gilt als Imageträger für KTM. Klar, dass KTM die RC-Palette nach unten ausweiten will, um von der Strahlkraft des Supersportlers zu profitieren. Wir haben erste Fotos! Ready to Race!

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Seit 2025 gilt der KTM-Wahlspruch « Ready to Race» nach Jahren der Abstinenz auch wieder im Segment der Supersportler. Seither bieten die Mattighofener die 990RC R an, von der die Legende besagt, sie sei in ihrer Urform von enthusiastischen Ingenieuren unter Einsatz von Herzblut nach Feierabend auf den Weg gebracht worden. Um den sportlichen Anspruch zu unterstreichen, wurde Anfang 2026 eine Track-Variante nachgereicht. Die Sportler spielen für die Österreicher die Rolle des Imageträgers, in der offiziellen Kommunikation ist von einem «Aushängeschild» die Rede.

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Ein Aushängeschild, das, ab hier wird es inoffiziell, mittelfristig gleich mehrere Schwestermodelle in verschiedenen Huraumklassen zur Seite gestellt bekommen dürfte. Abgesehen von der 990RC R besteht das Portfolio vollverkleideter Sportler einzig aus der RC390. Ob von dieser Einzylinder-RC abermals ein Nachfolgemodell aufgelegt wird, lässt sich von außen derzeit nicht bestimmen.

Im Zweizylinder-Segment jedoch sind offenbar gleich mehrere Modelle in Arbeit. Auf Basis der soeben neu aufgelegten 790 Duke ist eine vollverkleidete 790RC in Arbeit - das lässt sich aus Fotos früher Prototypen auf Testfahrt in Oberösterreich folgern. Diese sind auf den ersten Blick kaum von der 990RC R zu unterscheiden, fahren sie doch deren Verkleidung spazieren. Erst die typische Schwinge, der hochlegte Auspuff und die WP-Bremsen indentifizieren das hier gezeigte Testmotorrad eindeutig als Erprobungsmotorrad, das auf der 790 basiert. Naheliegend, schließlich teilen auch 790 Duke und die 990 Duke (auf der wiederum die 990RC R basiert) einen nicht unerheblichen Anteil an Gleichteilen. Die Entwicklung einer 790RC dürfte entsprechend weniger aufwändig sein - Chassis- und Fahrwerksteile scheinen von der Naked-Schwester übernommen.

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Die technische Basis der 790 Duke legt auch die Verwendung von deren LC8c-Ausbaustufe nahe. Diese leistet derzeit 105 PS und dürfte auch, wenn überhaupt, nur in geringem Umfang an Leistung zulegen - der Respektabstand zur großen Schwester 990RC R (130 PS bei 9500/min) dürfte gewahrt bleiben. Deren alltagstaugliche Auslegung wird jedoch offenbar in die kleinere Klasse übersetzt. Bei der großen Schwester spricht KTM von «einer durchdachten Ergonomie, die auch im Alltag Fahrkomfort bietet». Sportliches Handling und genug Reserven für gelegentliche Track-Days sind dennoch zu erwarten. Ein ähnliches Ziel verfolgt auch Aprilia bei der RS660, die bei ersten Testfahrten als Referenz diente.

Ob sich die finale Gestaltung der fertigen 790RC bei ihrer Einführung so stark an die große Schwester mit der 990 im Namen anlehnen wird, darüber lässt sich zurzeit nur spekulieren. Tatsache ist, dass die der 990RC R entnommene Verkleidung auf dem hier gezeigten Prototypen nur für Testzwecke verbaut wurde. Auch das Präsentationsdatum des fertigen Modells ist unklar. In der Regel dauert die Entwicklung eines Modells in diesem Entwicklungsstand noch bis zu zwei Jahre. Denkbar, dass der Rückgriff auf den bestehenden Teilekasten der 790 Duke den Entstehungsprozess beschleunigt. Sicher ist, dass KTM künftig mit mindestens drei Sportlern im Angebot plant, die von der Strahlkraft der großen Schwester und dem Motorsportengagement der Innviertler profitieren dürften.

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