Xavi Vierge (Yamaha) ging mit einem guten Gefühl in die SBK-Sommerpause
Die erste Superbike-Saison mit Yamaha verläuft für Xavi Vierge mit Höhen und Tiefen. Der Spanier ging mit einem guten Gefühl in die sechswöchige Sommerpause bis Magny-Cours Anfang September.
Nach vier Jahren mit Honda kam Xavi Vierge für die Superbike-WM 2026 im Yamaha-Werksteam Pata Maxus unter. Es schien ein Glücksgriff zu sein, denn Andrea Locatelli erreichte im Vorjahr mit der R1 seinen ersten Sieg und beendete die Saison als WM-Vierter – Vierge war Gesamtsiebter, was das beste Honda-Ergebnis seit der werksseitigen Rückkehr im Jahr 2020 darstellte. Dass die neue Ducati V4R – auch die der vielen Kundenpiloten – derart überlegen sein würde, war vor Saisonbeginn jedoch nicht absehbar.
Bei Yamaha lief der Spanier dem etablierten Locatelli jedoch bereits bei den Wintertests den Rang ab und war auch beim Auftakt in Australien und Portimão der schnellste Yamaha-Pilot – Stürze in aussichtsreicher Position verhagelten jedoch die Bilanz. Ab Assen steckte der 29-Jährige in der Krise, aus der er sich in Donington Park herausfuhr. Als Fünfter der Superpole und auf den Plätzen 10, 8 und 9 sorgte Vierge in allen wichtigen Sessions für das beste Yamaha-Ergebnis.
«Wir haben an den kleinen Details gearbeitet und einen Schritt nach vorn gemacht. Es war das erste Wochenende seit längerer Zeit, an dem wir unseren Fortschritt deutlich unter Beweis gestellt haben», zeigte sich Vierge erleichtert. «Es ist ein gutes Gefühl, den ersten Teil der Saison so abzuschließen, auch wenn wir alle im Team nach mehr streben. In der langen Pause werden wir neue Energie tanken, um für die letzten vier Rennen gestärkt zurückzukommen.»
Der Blick auf die Gesamtwertung ist für Vierge jedoch ernüchternd. Mit 80 Punkten belegt der Katalane nur den 14. WM-Rang – es könnte seine bisher schlechteste Superbike-Saison werden. Bei Yamaha weiß man die diesjährigen Ergebnisse richtig einzuschätzen.
«Die Plätze 10, 8 und 9 in den drei Rennen zeugten von echtem Kampfgeist und Tempo – eine verdiente Belohnung für eine sehr solide Leistung. Die Meisterschaft ist derzeit unglaublich eng – wir brauchen bessere Ergebnisse. Aber die Weltmeistermotorräder von 2025 lagen mit beiden Fahrern hinter uns, was zeigt, wie knapp es auf diesem Niveau zugeht», sagte Teamchef Paul Denning mit Verweis auf BMW. «Wir gehen mit Optimismus in das letzte Drittel der Saison und sind zuversichtlich, dass wir noch Besseres erreichen können.»
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