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Misano, Lauf 1: Chaos und viele Stürze bei Sieg von Maria Herrera
Der Gewinn der Superpole in Misano durch Nicolò Bulega ist keine Überraschung. Nur Bimota-Pilot Alex Lowes gelang es, mit den Ducati-Werkspiloten mitzuhalten.
Am Freitag dominierte Ducati-Werkspilot Nicolo Bulega auf dem Misano World Circuit, doch im morgendlichen dritten Training fuhr Sam Lowes (Ducati) in 1:31,929 min die bisher schnellste Runde beim siebten Saisonmeeting der Superbike-WM 2026. Mit Yari Montella (Ducati) und Bulega (Ducati) fuhren nur die Top-3 unter 1:32 min und waren zudem nur von 0,057 sec getrennt. Es war also schwer, einen eindeutigen Favoriten für die Pole-Position auszumachen.
Zur Orientierung: Den Pole-Rekord stellte Bulega im vergangenen Jahr in 1:31,618 min auf.
Zu Beginn der Superpole um 11:15 Uhr war es mit 25 Grad Celsius bereits sehr warm und die Sonne schien von einem nur leicht bewölkten Himmel. Es handelt sich um ein traditionelles Qualifikations-Training, in dem alle Fahrer 15 Minuten lang Zeit haben, um eine bestmögliche Zeit zu fahren.
Für Misano hat Pirelli den klebrigen SCQ-Reifen für das Qualifying im Angebot. Für den ersten Run verwenden die Piloten oftmals den weichen Rennreifen SCX. Angesichts der knapp bemessenen Zeit waren alle Teilnehmer darauf bedacht, zu Anfang eine solide Runde mit minimiertem Risiko sicherzustellen.
Als die Ampel am Ende der Boxengasse auf Grün schaltete, fuhren die meisten Piloten sofort auf die Piste – Yamaha-Pilot Andrea Locatelli wartete am Längsten. Für die erste ansprechende Rundenzeit sorgte Iker Lecuona (Ducati) in 1:31,910 min. Weil Garrett Gerloff in Kurve 14 stürzte und gelbe Flaggen geschwenkt wurden, hatte nur wenige Teilnehmer freie Fahrt. Bulega gelang indes in 1:31,784 min dennoch eine sehr starke Runde.
Sam Lowes sorgte auf seiner zweiten fliegenden Runde in Kurve 13 für den nächsten Zwischenfall. Das restliche Feld steuerte nun endgültig die Boxengasse an, auch um sich auf den finalen Versuch vorzubereiten. Mit Bulega, Lecuona, Montella und Lorenzo Baldassarri hatte Ducati eine Vierfachführung inne.
Bei noch sechs Minuten gingen die ersten Piloten mit einem frischen Hinterreifen wieder auf die Strecke. Den Anfang machte Stefano Manzi (Yamaha), der mit über einer Sekunde Rückstand im Mittelfeld eine Position gutmachen konnte.
Inzwischen stürmten die Aruba.it-Werkspiloten auf die nach Marco Simoncelli benannte Rennstrecke. Bulega preschte in 1:31,343 min in Rekordzeit über die Linie. Lecuona büßte 0,2 sec ein und blieb auf Platz 2. Mit fast 0,8 sec Rückstand folgte Montella.
Drei Minuten vor dem Ende stürzte Tommy-Bridewell (Ducati) in der ersten Kurve – erneut wurden schnelle Runden durch geschwenkte Flaggen zunichtegemacht. Bei noch 1:20 min fuhr Sam Lowes nach einer Blitzreparatur seiner V4R wieder auf die Strecke. Mit einer zügigen Aufwärmrunde könnte sich der Engländer noch von Platz 10 verbessern.
Die Zeit von Bulega hielt jedem Angriff stand und auch sein spanischer Teamkollege musste sich keine Sorgen um den zweiten Startplatz machen. Mit einer fantastischen letzten Runde sprengte aber Bimota-Pilot Alex Lowes als Dritter das Ducati-Quintett an der Spitze.
Die zweite Startreihe besteht aus den Ducati-Privatiers Montella, Baldassarri und Alberto Surra.
Bester Yamaha-Pilot wurde Locatelli auf der achten Position. Für BMW erkämpfte Miguel Oliveira Startplatz 11. Honda-Pilot Somkiat Chantra kam nicht über Position 19 hinaus.
Ohne Zeit und damit Schlusslicht der Startaufstellung: Der gestürzte Gerloff mit der einzigen Kawasaki.
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