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24 Hours of Le Mans 2026: Historische und spannende Fakten zum Klassiker

Mit den 24 Hours of Le Mans feiert die Sportwagen-Szene ihr alljährliches Highlight. SPEEDWEEK.com gibt einige Informationen und Rückblicke zum Rennen, das auch Teil der Sportwagen-WM (FIA WEC) ist.

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In Le Mans laufen die Vorbereitungen auf das große 24-Stunden-Rennen auf Hochtouren. Der Klassiker an der französischen Sarthe hat ganz große Tradition und ist das wichtigste Sportwagenrennen der Welt. Entsprechend stolz ist der Veranstalter ACO (Automobile Club de l’Ouest). Insgesamt 62 Fahrzeuge nehmen 2026 am Rennen in Westfrankreich teil. Diese teilen sich auf 37 Prototypen (18 Hypercars und 19 LMP2) sowie 25 LMGT3-Fahrzeuge auf. Zur Einstimmung hier nun noch ein paar interessante Zahlen und Hintergründe.

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Le Mans gilt als einer der letzten verbliebenen Motorsport-Klassiker. Zum ersten Mal fand dieses glorreiche 24-Stunden-Rennen im Jahre 1923 statt - sprich vor 103 Jahren. Von damals stammt auch noch der offizielle Name der Veranstaltung: Grand Prix d’Endurance les 24 Heures du Mans. 33 Fahrzeuge waren im Premierenjahr am Start. Am Ende siegte der Chenard & Walcker von André Lagache und René Léonard. Nach diesen beiden Herren sind übrigens gegenüber von Start/Ziel auch zwei Tribünen benannt. Das Rennen wird seither jährlich ausgetragen. Lediglich in den Jahren 1936 (landesweiter Streik) bzw. 1940-1948 (zweiter Weltkrieg und die Folgen) fiel das Event aus.

Der sogenannte «Circuit de la Sarthe» besteht zu ziemlich genau zwei Dritteln aus öffentlichen Landstraßen, die extra für das Event abgesperrt werden. Seit einer Neugestaltung der «Porsche-Kurven» im Vorfeld der Ausgabe 2018 beträgt Streckenlänge nun exakt 13,626 Kilometer. Aber schon vorher hat der Kurs diverse Änderungen erfahren. Ab 1932 wurde beispielsweise nicht mehr bis in die City von Le Mans (Pontlieue-Viertel) gefahren. Seit 1972 wird der legendäre Streckenabschnitt «Maison Blanche» ausgelassen, da beginnend mit den bereits erwähnten «Porsche-Kurven» bis hin zu Start/Ziel ein eigener Streckenteil erreichtet wurde, der nicht mehr über Landstraßen führt. Um die Top-Speeds zu reduzieren, musste die lange Hunaudières-Gerade im Jahre 1990 um zwei Schikanen ergänzt werden.

Geschwindigkeitsrekord bei 405 km/h

Aus der Zeit vor der Drittelung der Hunaudières stammt auch der offizielle Geschwindigkeitsrekord. Roger Dorchy schaffte 1988 im WM P88 atemberaubende 405 km/h. (Über den Le-Mans-Rekord gibt es viele Geschichten und Legenden - sowohl über die 405 km/h an sich, als auch über andere Fahrzeuge, die schneller gewesen sein sollen). Der Bestwert bei den LMP1 lag bei 350,1 km/h aus dem Jahre 2019. Die aktuellen (2021 eingeführten) Hypercars schafften bislang 350,7 km/h. Diese Marke stellte Jules Gounon im Alpine A424 während des dritten freien Trainings 2026 auf.

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Die absolute Bestzeit stammt aus dem Jahre 2017. Damals fuhr Kamui Kobayashi im Toyota TS050 Hybrid in der Qualifikation eine Zeit von 3:14,791 Minuten, was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 251,882 km/h darstellt. Der Richtigkeit halber sei an dieser Stelle jedoch noch erwähnt, dass der Toyota-Pilot die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit erzielte und es tatsächlich eine Le-Mans-Rundenzeit gab, die noch schneller als seine 3:14,791 Minuten war. Diese fuhr Jackie Olivier im Porsche 917LH im Jahre 1971 mit 3:13,6 Minuten. Doch damals war die Strecke auch nur 13,469 Kilometer lang und führte noch am «Maison Blanche» vorbei. Die aktuelle Hypercar-Bestzeit wurde von Dries Vanthoor im BMW M Hybrid V8 in der Hyperpole-Session 2026 mit 3:22,564 Minuten gefahren.

Insgesamt sind in diesem Jahr 19 frühere Gesamtsieger der 24 Hours of Le Mans am Start. Das sind Antonio Fuoco, Miguel Molina, Nicklas Nielsen, Alessandro Pier Guidi, James Calado, Antonio Giovinazzi, Philip Hanson, Robert Kubica und Yifei Ye (fahren alle Ferrari 499P), Mike Conway, Kamui Kobayashi, Sébastien Buemi, Ryo Hirakawa und Brendon Hartley (fahren alle im Toyota TR010 Hybrid), Loïc Duval (fährt im Peugeot 9X8), Earl Bamber (fährt im Cadillac V-Series.R) sowie André Lotterer (startet im Genesis GMR-001-Hypercar), die in der Hypercar-Klasse fahren. Dazu kommen noch José María López, der 2026 im LMGT3-Lexus antritt, und Romain Dumas (fährt einen Oreca 07 aus der LMP2-Klasse).

16 Piloten waren schon in der Formel 1 aktiv

Mit Kevin Magnussen, Antonio Giovinazzi, Robert Kubica, Nyck de Vries, Sébastien Bourdais, Kamui Kobayashi, Sébastien Buemi, Brendon Hartley, William Stevens, Stoffel Vandoorne, Paul di Resta, Jack Aitken, Pietro Fittipaldi, André Lotterer, Logan Sargeant sowie Jack Doohan haben 16 Piloten auch Formel 1-Erfahrung.

Nachdem der ACO auch dieses Jahr wieder die zwei temporären Boxen hat errichten lassen, haben 62 Rennwagen die Rennwoche begonnen. Die Fahrzeuge teilen sich auf drei Klassen auf: Hypercar, LMP2 und LMGT3. Mit Alpine, Aston Martin, BMW, Cadillac, Genesis, Ferrari, Peugeot und Toyota sind bei den Hypercars acht Marken vertreten. In der LMGT3 starten neun Marken: Aston Martin, BMW, Corvette, Ferrari, Ford, Lexus, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche. In der LMP2 treten nur Fahrzeuge von Oreca an.

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Seit Gründung der Sportwagen-WM (FIA WEC) im Jahre 2012 sind die 24 Hours of Le Mans auch Teil dieses Championats. Um die Besonderheit des Rennens an der Sarthe hervorzuheben, werden doppelte Meisterschaftspunkte vergeben. Der Sieger erhält somit also 50 anstatt 25 Zähler. Als aktuelle Hypercar-Weltmeister treten James Calado, Antonio Giovinazzi und Alessandro Pier Guidi in Le Mans an.

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