Nur Ducati war besser: Honda sensationell auf Platz 4
Wenn es eine Bestätigung bedurfte, dass die Fortschritte von Honda in der Superbike-WM echt sind, lieferte der erste Lauf auf dem Cremona Circuit den Beweis. Iker Lecuona verpasste das Podium nur um 1,2 sec.
Monatelang arbeitete Honda bei der Abstimmung der CBR1000RR-R in die falsche Richtung, aber seit Magny-Cours machen sich die Fortschritte bemerkbar, von denen die Werkspiloten Iker Lecuona und Xavi Vierge seit Most gebetsmühlenartig sprachen. In Frankreich fuhr Vierge im ersten Lauf als Fünfter das bis dahin beste Ergebnis heraus.
An diesem Wochenende in Cremona sorgte Lecuona im ersten Rennen für das neue Highlight. Der 24-Jährige fuhr zeitweise auf einer Podiumsplatzierung und wurde erst zwei Runden vor dem Ende von Weltmeister Alvaro Bautista (Ducati) auf Platz 4 verwiesen. "Wir hatten hier insgesamt vier Testtage, aber schon dabei hatten wir eine wirkliche gute Pace", erklärte Lecuona. "Im Rennen war die Front mein größtes Problem. Mehrmals rutschte mir das Vorderrad weg und ich war in Sturzgefahr. Das fing schon gleich zu Beginn an. Eine meiner Stärken ist aber, meinen Fahrstil an solche Situationen anpassen zu können. Als ich das geschafft hatte, nahm ich meine Pace auf und kam voran. Ich sah, dass ich schneller als Xavi und davor Locatelli war. Also gab ich Xavi ein Zeichen, dass wir ihn uns zusammen schnappen – und das haben wir innerhalb von zwei Runden geschafft."
Lecuona profitierte von den Stürzen der vor ihm liegenden Andrea Iannone (Ducati) und Alex Lowes (Kawasaki) und belegte ab der zwölften Runde den dritten Platz. "Ich fühlte mich richtig, aber ich hatte nicht mit Álvaro gerechnet. Ich fuhr um 1:30,7 min, er dagegen 1:30,1 min – es war unmöglich, mit ihm zu kämpfen", bedauerte der Spanier. "Andererseits fuhr ich schneller als die Jungs hinter mir und war damit quasi Sieger der Verfolger. Ich bin ich zufrieden, auch weil wir die Superpole angesichts meines Sturzes und der vielen gelben Flaggen gut gemeistert haben – ich hatte nur eine freie Runde!"
Kann es mit Honda weiter aufwärtsgehen? "Ab Saisonmitte haben wir uns deutlich verbessert. Ich denke, Stand jetzt schöpfen wir das Potenzial der Fireblade zu 97 Prozent aus", grübelte Lecuona. "Ich bin darüber sehr glücklich. Dabei ist das Bike nicht anders als vorher, wir wissen jetzt aber das Potenzial zu nutzen."
Das Podium wurde von den Ducati-Piloten Danilo Petrucci, Nicolo Bulega und Bautista in Beschlag genommen. Honda war mit den Plätzen 4 und 6 zweite Kraft.
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