Hannes Soomer schnappt in der Euro Moto Superbike das Muttertags-Geschenk
Der Este mischte in den ersten beiden Rennen der neu sortierten IDM auf dem Sachsenring mit. Vor allem als Spätbremser trieb er seine Verfolger in den Wahnsinn. Ein Podestplatz war drin.
Der Belgier Werner Daemen ist in der Superbike-Klasse erneut mit einem starken Quartett in seinem Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW am Start: Markus Reiterberger (D), Hannes Soomer (EST), Jan Mohr (A) und Milan Merckelbagh (NL). Am vergangenen Wochenende kam es auf der GP-Streck am Sachsenring zum ersten Kräftemessen.
Hannes Soomer hatte seinen Vertrag im Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW frühzeitig verlängert, hätte am Sachsenring aber beinah die erste und verpflichtende Fahrer-Besprechung der Euro Moto Superbike am Sachsenring verpasst. Doch die 100 Euro Strafe, die beim Schwänzen fällig geworden wären, blieb ihm erspart. «Ungefähr 30 Sekunden bevor es losging, bin ich am Sachsenring angekommen.» Von seiner Heimat Estland ging es über Helsinki nach Deutschland. In der finnischen Hauptstadt verpasste er allerdings seinen Anschlussflug und musste auf Umwegen seine Weiterreise nach Sachsen bewerkstelligen. Auch er ist im Auftrag von Hersteller BMW neben der Euro Moto in der Langstrecken-Weltmeisterschaft unterwegs.
«Die Motorräder kann man aber nicht miteinander vergleichen», verrät er, «man muss sich jedes Mal wieder neu umstellen. Aber mein Euro Moto-Bike ist eindeutig schneller als letztes Jahr.» Nach seiner Bestzeit im verregneten ersten Freitagstraining eroberte er sich in der Superpole 2 den zweiten Startplatz knapp hinter Polesetter und Dauerkonkurrent Lukas Tulovic.
Näher dran kommen wir dieses Jahr nicht mehr.Hannes Soomer
Nach dem vierten Platz in Rennen 1 war der Este nicht wirklich in Feierlaune. Über die komplette Distanz hatte er mit Marcel Schrötter und seinem Teamkollegen Markus Reiterberger um einen Podestplatz gekämpft, hatte aber am Ende bei den Pokalen das Nachsehen. «Es war alles perfekt», beschreibt er den Anfang des Rennens, «aber zwei Runde vor Schluss war mein Hinterreifen fertig.» Für das Nachmittagsrennen gab es dann auch gleich eine Kampfansage an die Gegner. «Alles kommt nochmal auf den Prüfstand», versprach er, «das Set-up, die Abstimmung und ich selbst.»
Der Erfolg in Rennen 2 sollte dem Esten rechtgeben. «Es war das Gegenteil von Rennen 1», erklärte er, nachdem er sich bei der Siegerehrung den Pokal für Platz 3 abgeholt hatte. «Nachdem mir in Rennen 1 der Reifen am Ende ziemlich eingegangen war, habe ich mir in Lauf 2 noch ein wenig was aufgehoben. Dadurch war ich auch am Ende noch schnell. Vielleicht war ich ein wenig zu vorsichtig. Twan Smits war vor mir zu weit weg. Aber ich bin happy mit dem Podium. Außerdem ist heute Muttertag und meine Mutter ist hier am Sachsenring. So habe ich jetzt doch noch ein Geschenk für sie.» Für Soomer ging die Saison quasi mit seinem Heimrennen los. «Näher dran kommen wir dieses Jahr nicht mehr», erklärte er. Zwischen Hohenstein-Ernstthal in Sachsen und Tallin in Estland liegen gut 1.600 Kilometer, ein Weg.
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