Danilo Petrucci (BMW) über Magny-Cours: «Peinlich für mich und das Team»
BMW erlebte beim Superbike-Meeting in Magny-Cours ein Debakel. Die ROKiT-Werkspiloten Danilo Petrucci und Miguel Oliveira erreichten nicht einmal die Top-10. Der Italiener findet markige Worte.
Zwei zwölfte Plätze waren die besten Ergebnisse von BMW auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours – einen holte Miguel Oliveira am Samstag im Superpole-Race, für den zweiten sorgte Danilo Petrucci im zweiten Lauf am Sonntag. Ergebnisse, die weder dem Potenzial der Fahrer noch dem des Teams und des Motorrads gerecht werden.
Dabei absolvierte das ROKiT BMW-Werksteam einen vielversprechenden Test auf der französischen Piste, aber die bei extremer Hitze gewonnenen Erkenntnisse halfen offenbar rein gar nichts. «Am Rennwochenende konnten wir das Potenzial aus diesem Test nicht umsetzen. Wir müssen nun analysieren, wie uns dies besser gelingen kann», sagte Sven Blusch, Leiter von BMW Motorrad Motorsport. «Das Ziel ist auch, das Momentum wiederzufinden, das wir zu Saisonbeginn vor den Verletzungen unserer beiden Fahrer hatten. Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, als Team zusammenzustehen. Alle arbeiten hart, und gemeinsam werden wir auch wieder nach vorn kommen.»
Der Italiener und der Portugiese beklagten beim neunten Saisonmeeting dieselben Probleme mit der M1000RR. «Das Motorrad hat ein kleines Fenster, in dem es optimal funktioniert. Und wenn man außerhalb dieses Bereichs fährt, ist es schwer, schnell zu sein», erklärte Petrucci. «Ich bin fast 36; ich habe mich zu Hause und auf der Rennstrecke noch nie so sehr ins Zeug gelegt und dafür nichts als Schmerzen und schlechte Ergebnisse geerntet. Ich gebe niemandem die Schuld, aber ich schaffe es einfach nicht, das Maximum aus diesem Motorrad herauszuholen. Ich bin wirklich traurig. Das Team versucht, zu helfen, aber es fühlt sich so an, als hätten wir mit beiden Fahrern den Faden verloren. Miguel und ich sagen immer wieder dasselbe. Ich fahre nicht gerne solche Rennen: Es ist peinlich für mich und für das Team.»
«Es ist schwierig, das gesamte Rennen über das gleiche Verhalten des Motorrads zu erzielen. Das liegt gewissermaßen in seiner Natur», ergänzte Oliveira. «Es wird dann im Laufe eines Wochenendes immer schwieriger, die erforderliche Performance herauszuholen – selbst aus den positiven Eigenschaften, die das Motorrad bereits aufweist. Wir arbeiten daran; es gibt keinen anderen Weg, als weiter Druck zu machen. Wir haben viele Ansätze, viele Ideen; wir werden im Hintergrund weiter daran arbeiten.»
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