Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Die Grundidee der Superbike-WM war es, sich an den Serienmotorrädern zu orientieren. Doch Schritt für Schritt hat man sich davon entfernt, auch bei den Reifen: Während auf den Serienbikes von Aprilia, BMW, Honda, Kawasaki und Suzuki seit Jahren 17 Zoll Reifen montiert werden, stehen ihre Verwandten in der Superbike-WM auf 16,5 Zoll Gummis.
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Paolo Flamini erkannte frühzeitig das Problem und wollte bereits 2004 zur Seriengrösse mit Profil wechseln. Es wäre das erste Jahr von Pirelli als Einheitslieferant gewesen. "Wir haben ihm gebeten, das zu lassen", verriet Pirellis Renndirektor Giorgio Barbier unseren Kollegen von Crash.net. "Zu der Zeit wurde mit Prototypen-Konstruktionen gefahren. Durch die Änderung des Reifen-Reglements hätte man zehn Sekunden verloren. Das konnten wir nicht machen!" Weil die Motorradindustrie in den vergangenen Jahren immer breitere Felgen verbaute, hat sich die Situation aber mittlerweile geändert. "Der Markt ist jetzt bereit für den Wechsel. Wir haben in der Serie dieselben Felgen wie in der Superbike-WM", erklärt Barbier, der auch marketingtechnisch Vorteile für Pirelli sieht. "Unsere Kunden für Serienreifen können unsere Arbeit jetzt besser nachvollziehen. Denn früher sagten wir, wir entwickeln in der Superbike-WM für die Strasse - dabei fuhren wir mit 16,5 Zoll Reifen."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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