Protest gegen Johnny Rea: Ducati unterstellt Vorsatz
Nachdem Jonathan Rea (Kawasaki) Alvaro Bautista im zweiten Superbike-Hauptrennen in Magny-Cours ins Kiesbett befördert hatte, fand Ducati-Manager Marco Zambenedetti deutliche Worte.
Seit 26. Januar laufen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya die Formel-1-Wintertests. Fans auf den Tribünen? Pustekuchen. Medien entlang der Bahn? Unerwünscht. Die Formel 1 spielt Verstecken. Wieso?
Weiterlesen
Werbung
Natürlich war der Vorfall zwischen Jonathan Rea und Alvaro Bautista im zweiten Hauptrennen auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours am Sonntagnachmittag anschließend das bestimmende Gesprächsthema. Nachdem Bautista seine Sicht der Dinge geschildert hatte und Rea unterstellte, dass er seinen Crash vorsätzlich herbeigeführt hat, blieb auch Ducati nicht still.
Werbung
Werbung
Dass ein Topmanager von Ducati von sich aus vor eine Medienrunde tritt, ist in der Superbike-WM sehr ungewöhnlich. Marco Zambenedetti, der Technische Koordinator des Herstellers aus Borgo Panigale und höchster Manager in der seriennahen Weltmeisterschaft, fand klare Worte. "Wir denken, das Manöver von Jonathan Rea war vorsätzlich", betonte der Italiener. "Das war kein gutes Beispiel und entspricht nicht dem Geist dieser Meisterschaft. Wir müssen den jungen Fahrern die klare Nachricht übermitteln, in den Wettbewerben fairer zu sein und weniger aggressiv. Das war unnötig. Vielleicht wird die Sanktion, welche die Stewards verhängten, dem Manöver nicht gerecht. Der Fahrer bekam Punkte für die Meisterschaft, obwohl er einen unserer Fahrer mit einem sehr gefährlichen Manöver ins Aus beförderte. Das ist etwas, das ich von einem sechsfachen Weltmeister nicht erwarte. Es wäre besser, wenn sie (Kawasaki – der Autor) intern arbeiten und ihrem Fahrer ein besseres Paket geben, damit er es nicht nötig hat, solche Manöver zu fahren. Das war gefährlich und kein gutes Beispiel für junge Fahrer."
Das FIM WorldSBK Stewards Panel stufte die von Rea herbeigeführte Kollision als Rennunfall ein und brummte ihm einen Long-Lap-Penalty auf, der ihn aber nur zirka 2,5 sec kostete. Als Fünfter rettete der Nordire elf WM-Punkte, während der gestürzte Bautista leer ausging. Viele im Fahrerlager sind deshalb der Meinung, die Strafe sei unverhältnismäßig ausgefallen.
Werbung
Werbung
Ducati reichte innerhalb der vorgegebenen Frist einen Protest gegen diese Entscheidung ein. Das Team Aruba.it Ducati ist der Meinung, das Manöver wäre vorsätzlich gewesen und die Bestrafung sei ungenügend.
Seit 26. Januar laufen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya die Formel-1-Wintertests. Fans auf den Tribünen? Pustekuchen. Medien entlang der Bahn? Unerwünscht. Die Formel 1 spielt Verstecken. Wieso?
Weiterlesen
"Wir wollen ein Zeichen setzen", betonte Zambenedetti. "Was wir erwarten, ist konform mit dem, was die FIM seit drei Jahren erwartet. Was passiert ist, entspricht nicht unserem Denkansatz für diesen Sport. Natürlich, Rennsport kann gefährlich sein, er muss aber fair sein. Solche Vorfälle sollten während des Rennwochenendes entschieden werden. Ist das nicht möglich, muss man sich die Sache unmittelbar noch einmal anschauen und weitere Maßnahmen ergreifen."
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.