Rammbock Johnny Rea: Toprak verteidigt seine Aktion
Nachdem Jonathan Rea im zweiten Superbike-Hauptrennen in Magny-Cours Alvaro Bautista von der Strecke gerammt hat, herrscht seltene Einigkeit in der Rennsportwelt. Weltmeister Toprak Razgatlioglu schert aus.
Der Moment des vergangenen Wochenendes war ohne Zweifel, als Rekordchampion Jonathan Rea (Kawasaki) in der zweiten Runde des zweiten Hauptrennens auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours mit WM-Leader Alvaro Bautista kollidierte und der Spanier im Kiesbett landete.
Während Rea anschließend von einem "normalen Rennunfall" sprach, unterstellten Bautista und dessen Ducati-Team Aruba.it ihm sogar Vorsatz und reichten Protest ein.
Die Rennfahrer im Paddock waren sich nach Reas Aktion selten einig, für viele hat der 117-fache Laufsieger damit eine Grenze überschritten. Stellvertretend für diese lassen wir den WM-Vierten Michael Rinaldi zu Wort kommen. "Meine Meinung zu dem Zwischenfall ist natürlich nicht völlig neutral, denn ich bin Alvaros Teamkollege", bemerkte der Italiener. "Aber jeder hat gesehen, was passiert ist. Meiner Meinung nach kannst du so früh im Rennen nicht so ein Manöver machen. Vielleicht, wenn du in den letzten Runden um den Sieg kämpfst, dann kann auch eine Berührung passieren. Aber selbst dann wäre das zu hart gewesen. Zu Beginn des Rennens verstehe ich das überhaupt nicht. Aber gut, Alvaro hat seine Meinung gesagt,
Reas Teamkollege Alex Lowes bewertete den Vorfall aus der Perspektive eines Kawasaki-Fahrers mit unterlegenem Material. "Johnny stach innen bei Alvaro hinein und auch wenn jeder denkt, Alvaro würde nicht sehr spät bremsen, tut er es doch", schilderte der Engländer. "Für manche sah das Manöver vielleicht danach aus, als ob Johnny verrückt sei, aber er musste es in dieser Kurve versuchen, um danach einen guten letzten Sektor zu fahren und auf der Geraden vor ihm bleiben zu können. Das hatte sich Johnny vorgenommen, doch als es soweit war, kreuzten sich ihre Wege. Er war etwas ungeduldig und machte einen Fehler. Schade für Alvaro, denn er fährt eine starke Saison, viel besser als 2019. Er ist jetzt kontrollierter und kalkulierter als damals. Letztlich könnte in jedem Rennen so etwas passieren, jedem von ihnen. Am Samstag war Alvaro etwas spät dran, dieses Mal war es Johnny."
Weltmeister Toprak Razgatlioglu,
Ergebnisse Superbike-WM Magny-Cours, Rennen 2:
1. Razgatlioglu, Yamaha, 21 Runden
2. Rinaldi, Ducati, + 2,024
3. Bassani, Ducati, + 4,742
4. Lowes, Kawasaki, + 5,084
5. Rea, Kawasaki, + 10,679
6. Redding, BMW, + 11,955
7. Locatelli, Yamaha, + 15,188
8. Gerloff, Yamaha, + 15,443
9. Baz, BMW, + 16,870
10. Lecuona, Honda, + 18,367
11. Öttl, Ducati, + 25,740
12. Mahias, Kawasaki, + 33,872
13. Bernardi, Ducati, + 38,188
14. Tamburini, Yamaha, + 41,389
15. Nozane, Yamaha, + 42,657
16. Ponsson, Yamaha, + 50,863
17. Gutierrez, Kawasaki, + 54,487
18. König, Kawasaki, >+ > 1 min
19. Syahrin, Honda, + > 1 min
DNF Laverty, BMW
DNF Vierge, Honda
DNF Van der Mark, BMW
DNF Mercado, Honda
DNF Bautista, Ducati
Stand nach 20 von 36 Rennen:
1. Bautista, 332 Punkte. 2. Razgatlioglu 302. 3. Rea 285. 4. Rinaldi 167. 5. Locatelli 166. 6. Bassani 151. 7. Redding 145. 8. Lowes 145. 9. Lecuona 140. 10. Vierge 82. 11. Gerloff 76. 12. Baz 75. 13. Öttl 53. 14. Mahias 41. 15. Bernardi 27. 16. Tamburini 25. 17. Laverty 18. 18. van der Mark 15. 19. Nozane 13. 20. Fores 12. 21. Mykhalchyk 10. 22. Ponsson 8. 23. Syahrin 4. 24. Haslam 4. 25. Mackenzie 3. 26. Hickman 2. 27. Mercado 2.
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