Superbike-Debütant Saeed Al Sulaiti: «Ich fliege!»
Mit Saeed Al Sulaiti wird zum ersten Mal ein arabischer Rennfahrer eine volle Saison in der Superbike-WM absolvieren. Der Kawasaki-Pilot über seine ersten Tests in Jerez und Aragón.
Das Team Pedercini wagt das Experiment und verhilft 2016 dem ersten Katari zum Debüt in der Superbike-WM. Die Rollenverteilung im privaten Kawasaki-Team scheint klar: Während Sylvain Barrier für die Ergebnisse sorgen soll, soll der vom katarischen Motorsportverand QMMF protegierte Saeed Al Sulaiti für die Bezahlung der Rechnungen sorgen.
Manche Beobachter argwöhnten bereits, Al Sulaiti würde mit der 107% Qualifikationshürde Probleme haben. Der 30-Jährige macht jedoch nicht den Eindruck, als wolle er in der Superbike-WM nur das Feld auffüllen. Beim Jerez-Test Ende Januar lag er in mit seiner persönlichen Bestzeit von 1.45,007 sec zwar 2,2 sec hinter seinem Teamkollegen und sogar fünf Sekunden hinter der überragenden Bestzeit von Kawasaki-Werkspilot Tom Sykes (1.39,924 min), mit der 107%-Hürde hat er damit aber keine Schwierigkeiten – trotz massiver Elektronik-Probleme!
"Heute ist mein erster richtiger Testtag gewesen, denn in Jerez hatte ich Elektronik-Probleme", sagte der sympathische Katari nach dem zweitägigen Test im Motorland Aragón . "Hier war es am ersten Tag nicht möglich zu fahren, wegen der starken Winde. Am wichtigsten aber war, dass ich heute mein Gefühl auf dem Motorrad Runde für Runde verbessern konnte."
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Von seinen ersten Eindrücken ist der Pedercini-Pilot überwältigt. "Letztes Jahr bin ich ein Stock-Motorrad gefahren, jetzt ist alles anders, ich fliege förmlich", schildert der 30-Jährige. "Das erfordert eine radikale Umstellung beim Fahrstil und bei der Arbeitsweise. Ich bin über die Arbeit meiner Mechaniker echt froh. All meine Fragen werden auf Knopfdruck beantwortet, das ist schwer beeindruckend."
Al Sulaiti fuhr 2015 in der spanischen Superbike-Meisterschaft und erreichte in Jerez und Valencia immerhin sechste Plätze.
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Wegen der kalten Bedingungen ist dem Katari klar, dass die Erkenntnise von den Testfahrten überschaubar sind. "Für mich ist es wichtig, im Sattel zu bleiben und mehr Gefühl für die Ninja zu bekommen", sagt Al Sulaiti. "Natürlich war es sehr kalt und jede Änderung am Set-up hatte keinen wirklichen Zweck. Es gibt noch viel zu tun, aber ich weiß, dass ich mit der Unterstützung des Teams in der Lage sein werde, um meine Ziele zu erreichen."
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