Superbike WM • Neu
Miguel Oliveira (4.) brachte BMW wieder in die Nähe des Podiums
Die starke Performance von Alberto Surra in Cremona war keine Eintagsfliege. Beim Superbike-Meeting in Estoril waren nur die Ducati-Werkspiloten schneller als der Privatier im Motocorsa-Team.
Zweiter am Freitag, Zweiter der Superpole und im ersten Lauf als Dritter auf dem Podium: Nach seinem ersten Superbike-Podium vor zwei Wochen auf dem Cremona Circuit mischt Alberto Surra auch in Estoril unbekümmert auf vorderen Positionen mit.
Nicht viel sprach dafür, dass sich der junge Italiener derart positiv entwickeln würde. In der Moto3 und Moto2-EM war der 22-Jährige nicht sonderlich auffällig, doch als Ersatz des verletzten Aldi Mahendra in der Supersport-WM 2025 überzeugte Surra Motocorsa-Teamchef Lorenzo Mauri mit einer schnellen Anpassungsfähigkeit – einst hatte Mauri mit Axel Bassani einen ähnlich guten Riecher.
Die gute Verbindung zum Team ist für Surra der Hauptgrund für die aktuellen Erfolge. «Sie sind wie meine Familie», betonte der Ducati-Pilot. «Sie haben auch neue Settings für die Elektronik und für das Fahrwerk erarbeitet, die mir großes Vertrauen zum Motorrad vermitteln. In Schräglage kann ich dadurch besser verzögern und genau in diesem Bereich machen die Top-Fahrer den Unterschied. Jetzt kann ich das auch und habe ein ausgezeichnetes Gefühl. In Estoril habe ich auch keine Probleme mehr, die Reifen über die Distanz zu bringen.»
Surra büßte 9,6 sec auf Sieger Nicolò Bulega ein. Auf dessen Aruba.it Ducati-Teamkollegen Iker Lecuona verlor er 5,8 sec. Den auf Platz 4 fahrenden Miguel Oliveira (BMW) hielt der Ducati-Privatier dagegen über 21 Runden unter Kontrolle.
Was machen die Ducati-Werkspiloten derzeit noch besser als Surra? «Es ist das gesamte Paket. Nicolò und Iker zählen für mich zu den besten Fahrern und dazu fahren sie offizielle Motorräder – die Aruba-Bikes sind sehr schnell», erklärte der Italiener. «Nicolò ist ein riesiges Talent, das sieht man in den Daten, der auch in der MotoGP vorn dabei sein wird. Ich bin noch ein Rookie, aber seit Cremona habe ich eine andere Mentalität. Vorher nahm ich Kurve für Kurve, aber jetzt habe ich ein viel besseres Gefühl für mein Bike. Im Winter konnte ich nicht viele Runden fahren und lerne mit jeder Runde immer noch hinzu.»
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