Supersport-WM • Neu
Sechs Jahre nach Moto3-Titel: Albert Arenas (Yamaha) ist SSP-Weltmeister
Der erste Supersport-Lauf in Estoril entschied die Meisterschaft. Während Tom Booth-Amos und Oli Bayliss für einen Triumph-Doppelsieg sorgten, krönte sich Yamaha-Pilot Albert Arenas zum Weltmeister.
Am Freitag hatte sich Yamaha-Ass Can Öncü in Rekordzeit die Pole-Position für den ersten Lauf der Supersport-WM 2026 auf dem Circuito do Estoril gesichert. Die erste Startreihe komplettierten sein Markenkollege Lucas Mahias und Triumph-Aushängeschild Tom Booth-Amos. Hinter dem Engländer folgten mit Oli Bayliss und Ondrej Vostatek aber zwei weitere Street Triple RS.
WM-Leader Albert Arenas qualifizierte sich zwar nur auf Startplatz 9, damit lag der Yamaha-Pilot aber acht Plätze vor dem WM-Zweiten Valentin Debise (ZX Moto).
Dominique Aegerter (Kawasaki) ging als Achter an den Start, Philipp Öttl (Ducati) jedoch nur als 15. und Andreas Kofler (Yamaha) als 33.
Die Ausgangssituation in der Gesamtwertung: Arenas führt die Meisterschaft mit 86 Punkten Vorsprung auf Valentin Debise (ZX Moto) an. Hat der Spanier nach dem ersten Rennen 76 oder mehr Punkte Vorsprung, steht er vorzeitig als Weltmeister fest. Bei einem Sieg von Debise müsste der Yamaha-Pilot mindestens Dritter werden.
Das Rennen über 18 Runden wurde pünktlich um 14:00 Uhr Ortszeit gestartet. Bei einem wolkenlosen Himmel zeigte das Thermometer spätsommerliche 25 Grad Celsius. Der erste Start wurde in Runde 2 nach einem Sturz von Magny-Cours-Sieger Roberto Garcia (Yamaha) und Jespersen abgebrochen, weil viel Kies auf die Strecke gewirbelt wurde. Beide waren beim zweiten Start über nur noch 13 Runden wieder dabei.
Den Sprint zur ersten Kurve entschied Mahias für sich, dahinter reihten sich Öncü, Farioli und Fernandez ein. Noch in der ersten Runde riss Öncü die Führung an sich. Arenas behauptete seine Position, während Debise auf Platz 19 zurückfiel. Domi Aegerter kam als Zehnter aus der ersten Runde, Öttl als 14 und auf 28.
Während Fernandez und Mahias zu Beginn der dritten Runde Öncü auf Platz 3 verwiesen, hatte sich Arenas bereits auf Platz 5 verbessert. Die schnellste Rennrunde fuhr Booth-Amos auf der vierten Position. Einen frühen Sturz fabrizierte QJ-Pilot Bahattin Sofuoglu.
In Runde 4 war der WM-Leader in den Top-3 angekommen und nachdem Öncü einen weiteren Rennsturz fabrizierte, lag der Spanier nur eine Runde später bereits in Führung! Debise machte derweil auch Fortschritte, war aber nur Zwölfter.
Nach sechs von 18 Runden hatte sich auch Fernandez aus dem Rennen verabschiedet. An der Spitze hatte sich mit Mahias, Arenas, Booth-Amos und Bayliss ein Quartett abgesetzt. Aegerter war Achter, Öttl 13.
Bei Halbzeit lag die Führungsgruppe wieder dichter zusammen. Mahias führte das Rennen die meiste Zeit an, in engen Abständen folgten Arenas, Booth-Amos, Garcia, Farioli und Bayliss. Mittlerweile waren bereits sieben Fahrer mit Sturz ausgeschieden.
An der Spitze entwickelte sich ein unterhaltsamer Kampf um den Sieg. Neben Mahias und Arenas führten auch Garcia und Bayliss das Rennen zeitweise an. Aegerter mischte als Siebter mit und als Zehnter war auch Debise nicht weit von einem Top-3-Ergebnis entfernt – nur 2,2 sec!
Sechs Runden vor dem Ende hatte Debise zur Führungsgruppe aufgeschlossen. An der Spitze hatte sich Bayliss um ein paar Meter abgesetzt, dahinter tauschten Booth-Amos und Arenas mehrfach die Plätze.
Runde 14 brachte das Aus für Dominique Aegerter: Der Kawasaki-Pilot stürzte auf Platz 7 liegend, was für ein Pech.
Zwei Runden vor dem Ende lief es auf einen Triumph-Sieg hinaus. Booth-Amos und Bayliss hatten sich einen kleinen Vorteil vor Arenas und Kawasaki-Pilot Jeremy Alcoba verschafft, der eine Schlussoffensive gestartet hatte.
In der letzten Runde setzte sich Booth-Amos gegen seinen Teamkollegen Bayliss durch, den letzten Platz auf dem Podium sicherte sich Alcoba.
Mit Platz 4 brachte Arenas seinen WM-Titel in trockene Tücher. Der 29-Jährige sicherte damit Yamaha auch den Gewinn der Herstellerwertung. Debise, der Sechster wurde, war einer der ersten Gratulanten.
Philipp Öttl kreuzte auf der zehnten Position die Ziellinie. Bester Ducati-Pilot wurde Alessandro Zaccone auf Platz 8. Der Österreicher Andreas Kofler wurde 23.
Honda, QJ Motor und MV Agusta verpassten die Punkteränge. – es ist erst das zweite einstellige Finish des Schweizers mit Kawasaki.
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.