Alex Marquez (Gresini) spielte in der dritten Reihe – und gewann trotzdem
Vor gut einer Woche erlebte Gresini-Pilot Alex Marquez ein miserables MotoGP-Wochenende mit Schrott, schlechter Laune und null Punkten. Die Rennen auf Lombok meisterte der Vizeweltmeister.
Trotz traumhafter Erinnerungen an Motegi – 2025 ging dort mit den Marquez-Brüdern und Pecco Bagnaia die ultimative Ducati-WM-Party über die Bühne – lief es vor einer mehr als nur unbefriedigend. Trotz guter Ausgangslage mit Startplatz 5 musste sich der Vizeweltmeister nach seinem Sprint-Abräumer gegen Pedro Acosta und (seinen zukünftigen Teamkollegen) Fabio Di Giannantonio «amateurhaftes Verhalten» vorwerfen lassen. Alex Marquez zog die Strafe – und stürzte im Japan-GP erneut. Für Mandalika war also ein Neustart angesetzt.
Der gelang, zumindest was die Rennen anging. Als es um den besten Speed und damit die Startplätze ging, spielte Marquez anders als im vergangenen Jahr nur in der dritten Reihe. «AM73» brachte im Gegensatz zum Bruder und Diggia keine Top-Zeiten hin. «Die Qualifikation war nicht gerade schön – aber immerhin gab es keinen Crash», so der Spanier.
Immerhin reichte es, wenn auch knapp, direkt ins Q2. Dort das gleiche Bild: keinen Fehler, aber kein Vertrauen für eine Zeit in einer der ersten beiden Reihen. Neben Pedro Acosta fand sich der Vize-Champ auf Platz 8 wieder. Im Sprint machte Alex Marquez aus eigener Kraft keine Plätze gut, profitierte aber vom Aprilia-Debakel und einer Long-Lap von Pedro Acosta – es wurde Platz 5. Damit waren zur allgemeinen Verwunderung drei Ducati in den Top-5.
Beim Großen Preis von Indonesien wandte der jüngere Marquez die selbe Überlebensstrategie an. Der Gresini-Pilot berichtete: «Ich habe von Anfang an gewusst, wie hart der GP mit 27 Runden sein würde. Wir haben alles daran gesetzt, einen großen Einbruch zu verhindern und dieses Wochenende zu überleben. Die meiste Zeit haben wir uns damit beschäftigt, den Medium-Reifen so zu nutzen, dass ich ohne Kollaps in Sachen Haftung durchfahren kann. Das hat aber nur zum Teil funktioniert. Lange ging es gut, aber am Ende hat es mich doch noch erwischt. Es war ziemlich gleich wie beim Rennen in Silverstone.»
Doch noch schlimmer erging es Fabio Di Giannantonio, der von Alex Marquez noch vor dessen eigentlich Problemen im Finale geschnupft wurde. Die Hitzeschlacht endete mit Platz 7 und nur sechs Sekunden hinter Sprint-Sieger Marc. Was nicht berauschend klingt, war ein Erfolg auf der ganzen Linie. Mit dem unscheinbaren Auftritt in der dritten Reihe verbesserte sich Alex Marquez auf Rang 8 – auch weil Pecco Bagnaia diesmal im wichtigen GP-Rennen zu Boden ging. Das gleiche Missgeschick unterlief auch Teamkollege und Vorjahressieger Fermin Aldeguer.
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