Estoril, Lauf 2: Abbruch und Chaos bei Kawasaki-Sieg – Öttl Sechster
Der zweite Lauf der Supersport-WM 2026 in Estoril wurde abgebrochen und es regnete leicht – perfekte Bedingungen für den Sieg von Kawasaki-Ass Jeremy Alcoba. Philipp Öttl wurde bester Ducati-Pilot.
Das zweite Rennen der Supersport-WM 2026 auf dem Circuito do Estoril wurde um 14:00 Uhr Ortszeit gestartet. Bei Rennstart zogen dunkle Wolken über die Rennstrecke und mit 20 Grad Celsius war es deutlich kühler als am Samstag. Nachdem Albert Arenas (Yamaha) am Samstag mit Platz 4 vorzeitig die Weltmeisterschaft für sich entschieden hatte, wollte sich am Sonntag Valentin Debise den Vize-Titel sichern. Dafür durfte der ZX-Moto-Pilot maximal vier Punkte auf Ducati-Ass Jaume Masia verlieren.
Für den zweiten Lauf basiert für die Top-9 auf der schnellsten Rundenzeit aus Lauf 1. Ab Startplatz 10 wird die Reihenfolge der Superpole herangezogen. Aus Reihe 1 gingen daher Roberto Garcia (Yamaha), Tom Booth-Amos (Triumph) und Debise ins Rennen. Garcia bog vor Debise, Booth-Amos und Filippo Farioli (Yamaha) in die erste Kurve 1. Dahinter reihten sich Can Öncü (Yamaha), Oli Bayliss (Triumph) und Jeremy Alcoba (Kawasaki) ein. In manchen Bereichen der Piste wurde leichter Regen signalisiert.
Gestürzter Bahattin Sofuoglu (QJ Motor) sorgte für rote Flaggen
Doch der Regen war nicht die Ursache für den Rennabbruch in Runde 10: Bahattin Sofuoglu war mit seiner QJ Motor in Kurve 3 gestürzt, wodurch viel Dreck auf den Asphalt gewirbelt wurde. Nach Reinigung der Rennstrecke erfolgte ein Restart über sechs Runden mit dem Stand bei Abbruch. Für Arenas war das zweite Rennen zu diesem Zeitpunkt bereits vorbei – der frisch gekürte Weltmeister rollte in Runde 2 mit einem Defekt aus.
Beim zweiten Start standen die Yamaha-Piloten Farioli, Lucas Mahias und Can Öncü in der ersten Reihe. Dahinter nahmen Alcoba, Bayliss und Debise Aufstellung. Philipp Öttl (Ducati), Dominique Aegerter (Kawasaki) und Andreas Kofler (Yamaha) waren Siebter, 14. und 24. der Startaufstellung.
Mahias gewann den Start, dahinter reihten sich Alcoba und Farioli ein. Öttl erwischte einen guten Start und war Fünfter. Noch besser kam Aldi Mahendra (Yamaha) kam weg – der Indonesier preschte von Startplatz 10 auf 4 nach vorn.
Nach Runde 1 waren die Top-5 unverändert. Öncü hatte ein paar heikle Momente und lag nur auf Position 7, dahinter Debise. Nach einem Ausritt neben die Strecke fiel Bayliss ans Ende des Feldes zurück.
In der zweiten Runde stürzten Masia und Eric Fernandez (Yamaha) – damit war Debise Vizeweltmeister.
Drei Runden waren gefahren und an der Spitze setzten sich Alcoba, Farioli, Mahendra, Öttl und Öncü ab. Als Neunter hatte Aegerter 3,5 sec Rückstand. Der Kawasaki-Pilot zog das Tempo an und Mahendra bezahlte die forcierte Pace mit einem Sturz. Mit der schnellsten Rennrunde in Rekordzeit kämpfte sich Debise auf die dritte Position nach vorn.
Jeremy Alcoba (Kawasaki): Drei Siege in den letzten vier Rennen
Alcoba ging mit 0,3 sec Vorsprung auf Farioli und 1,2 sec auf Debise in die letzte Runde. Nach Platz 3 im ersten Lauf münzte der Kawasaki-Pilot die Führung in einen starken Sieg um. Derweil kämpften Öncü, Öttl und Mahias um den vierten Platz – der Deutsche musste sich den Yamaha-Piloten zwar geschlagen geben, war als Sechster aber bester Ducati-Pilot.
Ein ansprechendes Rennen fuhr Dominique Aegerter (Kawasaki), der mit Platz 8 sein zweites einstelliges Ergebnis in diesem Jahr erreichte. Sein bestes Finish war ein sechster Platz in Assen. Andrea Kofler kreuzte als 20. Die Ziellinie.
Für Honda, QJ Motor und MV Agusta reichte es nicht für Punkteränge.
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