Vor 13 Jahren: Brands Hatch-Tragödie um Craig Jones
Am heutigen 3. August jährt sich der tödliche Unfall von Craig Jones zum 13. Mal, der im Rennen der Supersport-WM 2008 in Brands Hatch nach einem Sturz von einem Kollegen getroffen wurde.
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Craig Jones war ein typischer Rennfahrer "Made in Britain": Schnell, furchtlos und verbissen auf der Strecke, locker und zugänglich im Fahrerlager. Schon der kleine Craig hat sich im Alter von elf Jahren für höhere Aufgaben empfohlen: In der Britischen Junior-Minimoto-Meisterschaft holte er bei jedem der acht Starts die Pole-Position und den Sieg. Über verschiedene Nachwuchsserien und nationale Klassen debütierte er 2004 mit nur 19 Jahren in der Supersport-WM. Aber erst 2006 fand er einen Stammplatz in einer Weltmeisterschaft: Mit Foggy Petronas in der Superbike-WM! Auch wenn das Dreizylinder-Motorrad nicht konkurrenzfähig war und Jones nur drei Punkte einfahren konnte, öffnete ihm das für die folgende Saison die Türe für einen Platz in der Supersport-WM. Auf Honda landete der aus Peterborough stammende Jones auf Gesamtrang 5.
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Im PTR-Honda-Team sollte Jones 2008 um den Titel kämpfen. Beim Saisonauftakt in Katar brauste der unerschrockene Draufgänger auf Rang 3, in Valencia ließ er einen weiteren dritten Platz folgen. Nach einem zweiten Platz in Misano schien der Engländer endgültig im Kreis der Besten angekommen zu sein, doch nur zwei Rennen später in Brands Hatch geschah die Tragödie. Wer am jenem 3. August 2008 vor dem Fernseher saß, wird die Bilder nicht mehr aus dem Kopf bekommen: Jones kämpfte bei seinem Heimrennen um den Sieg, wurde dann aber nach einem Hinterradrutscher vom Motorrad katapultiert. Der Parkalgar-Honda-Pilot war sofort bewusstlos, als er vom unmittelbar hinter ihm fahrenden Andrew Pitt am Kopf getroffen wurde. Mit schweren Kopfverletzungen wurde Jones nach London ins Krankenhaus geflogen, um 0:32 Uhr am folgenden Tag hörte sein Herz auf zu schlagen. Das Rennen wurde abgebrochen und später wie üblich mit dem Stand vor dem Sturz gewertet. Somit wurde Jones noch der zweite Platz zugesprochen. Das Rennen gewann der heutige Rekordweltmeister Jonathan Rea (Kawasaki). Mit Pawel Szkopek (damals bereits 32 Jahre alt) und Tom Sykes gibt es zwei weitere noch aktive Fahrer, die die Tragödie vor Ort miterleben mussten.
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