Mehr Speed und mehr Muskeln: Andreas Kofler (Yamaha) kennt seine Schwächen
Beim Europaauftakt in Portimão stieg Andreas Kofler in der Supersport-WM 2026 ein. Der Yamaha-Pilot aus Österreich hat zwar keine Punkte, aber viele Erkenntnisse gesammelt.
Andreas Kofler bestreitet im Rahmen seiner ersten vollen Saison in der Supersport-WM die WorldSSP-Challenge, die nur auf europäischen Rennstrecken stattfindet – letztlich verpasste der zweifache IDM-Champion dadurch lediglich den Saisonauftakt in Australien.
Kofler kennt das Umfeld der seriennahen Weltmeisterschaft aus 2023, als er zwei Rennwochenenden für das Ducati-Team von Davide Giugliano bestritt. Die anspruchsvolle Rennstrecke in Portimão kannte der 21-Jährige auch nur rudimentär. Mit den Plätzen 21 und 24 (bei 33 Teilnehmern) zeigte Kofler gute Ansätze.
«Das erste Wochenende ist eine Standortbestimmung für mich, aber auch für das Team gewesen. Es lief okay, aber ich habe noch viel zu tun», weiß Kofler. «Es warten einige Hausaufgaben auf mich in den nächsten Wochen, aber auch in der kompletten Saison. Die Rennen sind länger, Portimão war für mich fast eine neue Strecke und das Niveau im Feld ist enorm hoch.»
Wenn wir nach Assen kommen, kenne ich zumindest die Piste besserAndreas Kofler
Der Yamaha-Pilot weiter: «Das zweite Rennen war definitiv nicht einfacher als das erste. Wir haben Punkte identifiziert, wo wir uns verbessern müssen. Im Endeffekt hatten wir denselben Rückstand zum Sieger wie am Samstag – es lief zumindest nicht schlechter, was auch schon etwas ist. Woran es happert, ist über die Distanz und das Reifenmanagement. Wenn wir als Nächstes nach Assen kommen, kenne ich zumindest die Piste besser. Für mich geht es zu Anfang darum, dass ich nicht nur mit der Gruppe mitfahre, sondern mittendrin bleibe. Dafür benötigen wir etwas mehr Speed, damit das etwas einfacher ist.»
Anders als viele seiner Gegner geht Kofler einer geregelten Arbeit als Polizist nach. Das schränkt seine Möglichkeit ein, sich auf die anstrengenden Rennwochenenden vorzubereiten. «Körperlich ist es eine Herausforderung und ich muss mir Gedanken machen, wie ich bei 40 Stunden Arbeit die Woche mehr zum Trainieren komme. Das soll keine Ausrede sein, das ist nur ein Punkt, an dem ich arbeiten muss.»
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