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Ken Roczen kritisiert skandalöse Streckenbedingungen
Beim Supercross-WM-Lauf in San Diego versuchten die Organisatoren, die Strecke mit einer Kalkmischung zu trocknen. Fahrer und Motorräder erlitten dabei Verätzungen, die den Promoter zu Schadenersatz veranlassten.
US-Supercross
Im Artikel erwähnt


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Nach dem Schlammrennen von San Diego beschwerten sich zahlreiche Teams und Fahrer über Haut- und Augenreizungen sowie Verätzungen an ihren Motorrädern.
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Der Grund war rasch ausgemacht: Der Veranstalter versuchte, die völlig aufgeweichte Strecke mit einem Trocknungsmittel zu verfestigen. Es wurde eine Mischung aus Kalk und Sand an zwei besonders durchnässten Streckenbereichen in die Erde eingebracht. Ken Roczen (Honda) beendete das Rennen auf Rang 3 und nutzte bereits das Podium der Pressekonferenz, um die Verätzungen an seiner Haut zu zeigen und die Verhältnisse anzuprangern. "Ich und andere Fahrer hatten Probleme mit Verbrennungen und Ausschlägen durch den Kalk auf der Strecke. Es ist so schlimm, dass ich heute kaum noch sitzen kann", schrieb der Deutsche später auf seinem Instagram-Kanal. Tyler Bowers erklärte: "Das Zeug zerstört einfach alles: Die Ausrüstung und jetzt auch noch uns Fahrer."
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Besonders betroffen waren die Privatfahrer, die bei dem Renneinsatz ihr eigenes Equipment verätzten.
"Dieses Verfahren wird bei Supercrossveranstaltungen seit Jahrzehnten sicher eingesetzt", erklärte Serienpromoter 'Feld Entertainment' in einer Stellungnahme. "Es scheint, dass die Regenmengen am Samstag den Kalk daran hinderten, sich mit dem Boden zu vermischen."
"Gestern konnte ich nicht laufen", beschrieb Bowers die Situation in dieser Woche. "Ich konnte weder sitzen noch schlafen. Ich weiß nicht, ob das Zeug in meinen Mund gekommen ist, jedenfalls hatte ich auch starken Hustenreiz." Promoter Feld Entertainment will nun den Vorgang einer kritischen Prüfung unterziehen. "Die Gesundheit der Fahrer und allen Beteiligten hat Priorität", heisst es im Statement. Nun soll jeder Fahrer einzeln kontaktiert werden. Einigen Fahrern soll bereits eine Entschädigungssumme von 5.000 US$ angeboten worden sein.
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